Fundación de Suri - España

" S U R I S   S T I F T U N G "   -   I N   S P A N I E N 

Das Aussetzen von Hunden hat in Spanien eine große Tradtion. Die meisten Tierheime in diesem Land sind ständig überfüllt. Die Zahl, die aus Anlass des „Welttages des ausgesetzten Tieres“ durch die spanischen Medien ging, ist ein neuer Rekord: 140000 Haustiere wurden im vergangenen Jahr im Auftrag der Behörden in Tierheime gebracht. Fast 90 % waren Hunde. Ein Großteil davon wird in den staatlichen Perreras getötet. Der freiwillige, organisierte Tierschutz in Spanien hat keine große Tradition. Die meisten Vereine kämpfen mit sehr beschränkten finanziellen Mitteln. Vor allem in ländlichen Gebieten laufen die Tierschützer noch immer gegen Wände. Jäger beispielsweise unterhalten mitunter Rudel von drei Dutzend Jagdhunden, ihre Zucht ist ein einträgliches Geschäft. Ist die Saison vorbei, wird ein Teil der Tiere einfach ausgesetzt. In manchen ländlichen Regionen machen die Jagdhunde zwei Drittel aller streunenden Tiere aus, die dann Jahr für Jahr eingesammelt und eingeschläfert werden. Die von den Städten und Gemeinden beauftragten Privatfirmen bekommen etwa 100 Euro für das Einfangen eines Hundes, seine Beseitigung kostet 20 Euro. Ein guter Verdienst.

Gegen dieses Unrecht, gegen diese „Schande“ einer ganzen Nation versuchen viele private Tierschützer anzukämpfen.

„Suris Stiftung“ wird in Zukunft den jungen spanischen Tierschutzverein, Hopeland e.V., unterstützen, der sich für den Schutz und das Wohl der Straßentiere in Katalonien einsetzt und sich in einem Tierheim, circa 60 km südlich von Barcelona engagiert.

Dieses Tierheim ist ein „Ort des Grauens“. Mehr als 500 Hunde leben dort zusammengepfercht auf 10.000 qm. Kein Auslauf, keine Fürsorge, kein liebes Wort. Oft über Jahre, nicht selten für den Rest ihrer Zeit. Futterautomaten halten sie am Leben. Zumindest die meisten von ihnen. Denn da sind auch die, die bis auf die Knochen abmagern und dann irgendwann kraftlos zusammenbrechen. Eine junge Frau, die zum Verein "Hopeland" e.V. gehört, macht sich so oft wie möglich auf den Weg und füllt die Wassereimer auf, jeden Tag wieder, damit die Hunde in dieser flirrenden Hitze nicht verdursten. Den eigentlichen Träger des Tierheims interessiert es nicht, wie es den Hunden geht. Krankheiten gehören zur Tagesordnung. Medizinische Versorgung ist kaum erkennbar.

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Vor ungefähr einem Monat bekam ich die Nachricht, dass die Hunde bereits drei Tage lang kein Futter mehr hatten. Sämtliche Futterautomaten waren leer und auch die Lagerbestände völlig aufgebraucht. Und das Schlimmste daran war, dass kein Verantwortlicher des eigentlichen Trägers OLESCAN greifbar war. Unter den Hunden war es bereits zu heftigen Beißereien gekommen. Ein 9 Monate alter Mischling verlor dabei sein Leben, viele andere wurden zum Teil schwer verletzt. Durch „Suris Stiftung“ konnten wir schnell handeln. Wenige Tage zuvor hatte ich eine größere Summe für geplante Impfungen und Kastrationen auf das Konto meines spanischen Kooperationspartners „Hopeland“ e.V. überwiesen. So war es den Tierschützern vor Ort möglich, umgehend sämtliche Futtervorräte der umliegenden Supermärkte aufzukaufen. Es reichte aus, um jedem Hund eine Handvoll Trockenfutter geben zu können. Noch am selben Tag konnte ich von Deutschland aus durch die finanzielle Hilfe von zwei herzensguten Tierfreundinnen aus der Schweiz einige Tonnen Futter bestellen und direkt zu einem Mitglied des Vereins "Hopeland" e.V. nach Spanien liefern lassen.

Diesen Notstand hatten wir damit zunächst besiegt. Aber bereits zwei Wochen später erhielt ich eine für die Hunde wesentlich lebensbedrohendere Nachricht: Auf dem gesamten Gelände des Tierheims gab es keinen Tropfen Wasser mehr. Sämtliche Wasserzuleitungen waren gesperrt. Und das bei 40 Grad im Schatten. Wieder starben Hunde elendig unter den erbärmlichen Lebensbedingungen in diesem Tierheim, dieses Mal am Hitzeschlag.

Die befreundeten Tierschützer vor Ort machten sich erneut auf den Weg in die Supermärkte und kauften unzählige Kanister Wasser. Sie retteten den Hunden mit ihrem spontanen Einsatz das Leben. Keines der Tiere hätte in dieser Gluthitze überlebt. Denn der LKW mit dem Wassertank kam erst am darauffolgenden Abend.

„Suris Stiftung“ und der Verein “Hopeland” e.V. haben sich zu einer "Allianz der Hoffnung" zusammengeschlossen, um auch in Notsituationen wie diesen schnellstmöglich eingreifen und helfen zu können.

Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie unser deutsch-spanisches Projekt unterstützen würden:

Beate Rost
IBAN: DE73 1007 0024 0335 0147 00
BIC: DEUTDEDBBER
Verwendungszweck „Suris Stiftung“