Aktuelles

H O P E   F O R   T H E   H O P E L E S S 

Seit dem 1. Januar 2017 engagiert sich "Suris Stiftung" in Rumänien.

"Es ist noch gar nicht so lange her, dass ich weder die Stadt Craiova noch den Ort Breasta kannte. Aber dann überschlugen sich die Ereignisse und ich wurde auf direktem Weg in die Hölle der kleinen Walachei geführt. So begann für mich ein emotionales Martyrium, dem ich nicht mehr entkommen konnte.
Liebe Leserinnen und Leser, Gott nahm mich an die Hand und zeigte mir die Hölle auf Erden. Ich habe sie mir angesehen. Ich habe meine Augen nicht verschlossen. Ich habe unzählige Hunde gesehen, denen ich nicht helfen kann. Hunde, die hungern und frieren, die krank und einsam sind. Hunde, die Angst haben und nicht wissen, wo sie Schutz vor der Kälte und dem Schnee finden. Hunde, die müde sind, weil sie dem bitteren Kampf um ihr meist junges Leben nicht mehr gewachsen sind. Ich weiß, dass ich keine Chance habe, gegen die Maschinerie des Tötens in diesem Land anzukommen. Aber ich weiß auch, dass es nicht richtig ist, nichts zu tun und wegzuschauen. Ich würde mich schuldig fühlen, wenn ich nicht versuchen würde, zumindest das eine oder andere Leben zu retten."

Weitere Informationen zu den Projekten in Craivoa und Breasta finden Sie unter folgendem Link:

Suris Foundation - Romania



Tierschutzkonto:
Beate Rost
IBAN: DE73 1007 0024 0335 0147 00
BIC: DEUTDEDBBER
PayPal: beate.rost@t-online.de


" S U R I S   S T I F T U N G "   I N   D E R   S C H W E I Z 

Ab dem 1. Dezember 2016 wird "Suris Stiftung" auch einen Standort in der Schweiz haben.

Um der Bedeutung meiner Schweizer Leserinnen und Leser mehr Gewicht zu verleihen, haben wir uns überlegt, dass direkte Ansprechpartnerinnen im Land und ein eigenes Schweizer Tierschutzkonto wichtig sind.
Ich freue mich deshalb, Ihnen Ruth Kurz und Patricia Hoffmann vorstellen zu können, die sich bereit erklärt haben, unsere Tierschutzgemeinschaft in der Schweiz zu vertreten.

Kontaktdaten:

Ruth Kurz:

E-Mail: kurz7@bluewin.ch

Patricia Hoffmann:

E-Mail: hoffmann.patricia@bluewin.ch

Spendenkonto Schweiz:
Patricia Hoffmann/Ruth Kurz
IBAN: CH18 0024 8248 4234 8241 T
BIC: UBSWCHZHA
Verwendungszweck: Suris Stiftung



" S U R I S   S T I F T U N G "   B E K O M M T   E I N   N E U E S   G E S I C H T . 

Liebe Leserinnen und Leser, liebe Tierschutzfreunde!

„Mit den Flügeln der Zeit fliegt die Traurigkeit davon!“, sagte einmal der französische Schriftsteller Jean de la Fontaine. Er hatte damit durchaus Recht. Auch wenn die Trennung vom Tierheim Paderborn noch immer tiefe Enttäuschung in mir zurücklässt, so ist die Traurigkeit mittlerweile einer neuen Aufgabe, einem neuen Ziel gewichen.

Im Mai 2016 bekam „Suris Stiftung“ ein neues Gesicht. Unser Aufgabenbereich ist gewachsen und vielfältiger geworden.

Mit dem Erlös aus meinen Buchverkäufen und Ihren Spenden wird „Suris Stiftung“ sich in Zukunft vereins- und landesunabhängig um Einzelschicksale kümmern, um Hunde, die ich aus unterschiedlichen Gründen aus der Masse hervorheben möchte, um ihnen eine Chance auf ein neues Leben zu geben.
Ich nenne sie Herzenshunde, diese einzelnen Leben inmitten von vielen. Es sind die, die in den Tierheimen seit Jahren vergeblich auf ihren Menschen warten und sich aus Einsamkeit längst aufgegeben haben. Herzenshunde, das sind Hunde, die das Vertrauen in die Menschen verloren haben, weil sie deren Willkür schutzlos ausgeliefert waren. Es sind Hunde, in deren Augen sich Einsamkeit, Angst und Schrecken wiederspiegeln und deren „Tränen“ ich nicht mehr vergessen kann. Es sind aber auch alte Hunde, kranke oder behinderte Hunde. Es sind Hunde wie Chab oder Unu-Sana, Sabinchen oder Paula und Olga.

Herzenshunde

Selbstverständlich wird „Suris Stiftung“ weiterhin auch ein deutsch-spanisches Projekt bleiben. Wie könnte es anders sein!

„Suris Stiftung“ wird in Zukunft einen jungen spanischen Tierschutzverein unterstützen, der sich für den Schutz und das Wohl der Straßentiere in Katalonien einsetzt und sich in einem Tierheim, circa 60 km südlich von Barcelona, engagiert. In diesem Tierheim werden auf circa 10.000 qm Fundhunde aus vielen umliegenden Gemeinden untergebracht. Täglich kommen neue Hunde hinzu. Zurzeit leben dort weit über 500 Hunde, obgleich die Kapazitäten nur für 220 Tiere ausgelegt sind. Sie haben weder Ansprache noch Fürsorge. In den Zwingeranlagen stehen Futterautomaten, die von den ranghohen Tieren bewacht werden, sodass die Schwächeren fast immer nur zusehen können und somit dramatisch an Hunger leiden müssen.
Ich habe mir vorgenommen, zumindest vereinzelte Hunde aus diesem völlig überfüllten Tierheim nach Deutschland zu holen.

Fundación de Suri - España

Mir ist klar, dass ich mich beiden Aufgaben nur stellen kann, wenn Sie, liebe Leserinnen und Leser, mir durch Ihre finanzielle Unterstützung die Grundlage dazu schaffen. Ohne Ihre Hilfe wären mir die Hände gebunden. Darum bitte ich Sie von Herzen, mich bei diesem Vorhaben zu unterstützen, und mir dadurch die Chance zu geben, weiterhin für jedes einzelne Leben, das auf unsere Hilfe angewiesen ist, zu kämpfen.

Ich würde mich sehr freuen und wäre Ihnen unendlich dankbar, wenn Sie Ihre Spende mit dem Verwendungszweck „Suris Stiftung“ auf folgendes Konto überweisen würden:
Beate Rost, IBAN: DE73 1007 0024 0335 0147 00 / BIC: DEUTDEDBBER

Liebe Leserinnen und Leser, wenn Menschen Hand in Hand im Sinne des Tierschutzes zusammenarbeiten und mit gebündelten Kräften ein gemeinsames Ziel verfolgen, kann das zu einem sehr erfolgreichen Miteinander führen. Das haben wir in den letzten 12 Jahren bewiesen.
Es tut gut zu wissen, dass es Menschen gibt wie Sie. Denn es ist nicht zuletzt die Anerkennung meiner Arbeit und der Rückhalt, den ich aus Ihren Reaktionen auf meine Trennung vom Tierheim Paderborn erfahre, aus denen ich meine Kraft und meinen Mut schöpfe, weiterhin für jedes einzelne Leben zu kämpfen, das auf meine Hilfe angewiesen ist.

Ihre Beate Rost





" E N K S A "   -   D E R   W E G   N A C H   H A U S E 

Diejenigen von uns, die mit ihrer Arbeit und ihrem Einsatz in Ländern wie Spanien oder Rumänien für ein bisschen mehr Gnade kämpfen, werden oftmals kaum wahrgenommen und nicht selten im jeweiligen Land belächelt. Jeden Tag müssen wir dort erkennen, dass wir in unserer Arbeit zwei Schritte vor gehen und einen wieder zurück. Und das nicht zuletzt deshalb, weil ein Großteil der Politiker das Recht für die Tiere beugt und die Lobby derer stärkt, die Tiere für den eigenen Profit ausbeuten. So entsetzt beispielsweise das Schicksal der spanischen Galgos Tierschützer in ganz Europa. Der Widerstand gegen dieses unbegreifliche Elend gipfelte im Sommer 2013 darin, dass viele Tierschützer auf die Straße gingen und vor dem Europaparlament in Straßburg ihrem Unverständnis gegenüber der Tatenlosigkeit der spanischen Regierung Ausdruck verliehen. Dennoch wiederholt sich das Leid der Galgos Jahr für Jahr. Wie viele Galgos jedes Jahr in Spanien sterben müssen, weiß niemand genau. Die Zahl wird auf 50.000 geschätzt, es können aber auch mehr sein, denn die Gegenden, in denen spanische Jäger, die Galgueros, ihre Hunde gegeneinander antreten lassen, sind sehr abgelegen, sodass die Bevölkerung meist keine Notiz davon nimmt. 50.000! Eine Zahl, die mir meine Machtlosigkeit aufzeigt. Dennoch kann ich nicht wegsehen. Ich will zumindest auf das Leid der zigtausend spanischen Galgos aufmerksam machen und ich hoffe, einen guten Weg dafür gefunden zu haben.

Mehr dazu finden Sie im Menü unter dem Link

Galgo-Rettung



H O R R O R S Z E N A R I O   " O S T E R F E U E R " 

Schon lange vor Ostern wird in vielen Gemeinden wieder Reisig und Brennholz für das traditionelle Osterfeuer gesammelt. Ein Brauch, der für viele Wildtiere einen grausamen Tod bedeuten kann. Denn in den angesammelten Haufen verstecken sich vielfach Kleintiere wie Mäuse, Igel und Vögel. Einige dieser Tiere nisten sogar in den Reisighaufen. Wird das Osterfeuer dann angezündet, verbrennen sie oft qualvoll.
Aber nicht nur Kleintiere sind gefährdet. Vor ein paar Jahren erzählte mir eine befreundete Tierschützerin, dass man in einer Gemeinde in NRW bei den späteren Aufräumarbeiten einen verbrannten Fuchskörper unter dem verkohlten Holz gefunden habe. Möglicherweise hatte er sich zuvor mit einer schweren Verletzung in das Dickicht des Holzhaufens zurückgezogen und konnte schließlich vor den mörderischen Flammen nicht mehr fliehen.
Viele Gemeinden sind bereits aus Tierschutzgründen dazu übergegangen, das Holz erst am gleichen Tag anzuhäufen oder den Haufen vor dem Anzünden einmal komplett umzuschichten. So hätten die Tiere die Möglichkeit, den Todesflammen zu entkommen, heißt es. Ich frage mich allerdings, warum man trotz dieser Maßnahmen des Umschichtens immer wieder davon hört, dass Kleintiere gesichtet werden, die brennend aus den Holzhaufen herauslaufen.
„Viele Tiere sterben jedes Jahr qualvoll in den Flammen“, sagt Kampagnenleiterin Nadja Kutscher von PETA. „Teilweise laufen sie brennend aus den Holzhaufen heraus.“
Aus meiner Sicht, liebe Leserinnen und Leser, könnten wir alle einen großen Beitrag zum Schutz dieser Tiere leisten, in dem wir gänzlich auf jene Horrorszenarien verzichten.
Ich jedenfalls möchte nicht dabei zusehen, wie Tiere möglicherweise bei lebendigem Leib verbrennen!


T R E N N U N G   V O M   T I E R H E I M   P A D E R B O R N 

Liebe Leserinnen und Leser, liebe Tierschutzfreunde,

nachdem ich Sie in meinem letzen Brief über die Trennung vom Tierheim Paderborn informiert hatte, wollte ich anschließend die Zusammenarbeit still und leise beenden. Dann aber brachte der Vorstand über den Tierheim-Newsletter falsche Informationen in Umlauf, die zu teilweise absurden Spekulationen führten. Die Angelegenheit bekam damit öffentliches Interesse. Das Westfälische Volksblatt, die größte Tageszeitung in Ostwestfalen, hat daraufhin das Thema aufgegriffen, recherchiert und in der Ausgabe 11. Mai 2016 darüber berichtet. Sie finden den Artikel, der die Dinge ins rechte Licht rückt, unter folgendem Link:

artikel_wv_11.5.mq.pdf [669 KB]



E N D E   E I N E R   1 2 - J Ä H R I G E N   Z U S A M M E N A R B E I T 

Liebe Leserinnen und Leser, liebe Tierschutzfreunde!

Etwas zu beginnen, erfordert Mut. Etwas zu beenden erfordert viel mehr.

Ich möchte Sie über das Ende eines jahrzehntelangen gemeinsamen Weges mit dem Tierheim Paderborn informieren. Das Vergangene war ein wichtiger Teil meines Lebens, und wird es auch bleiben. Doch manchmal ist es gut, dass man Entscheidungen ändern und neue Pläne schmieden kann.

Sie kennen mich mittlerweile alle recht gut und wissen, dass ich aus tiefster Überzeugung Tierschützerin bin und ich mich fest an meinen Idealen orientiere.
Innerhalb des Projektes „Suris Stiftung“ sah ich mich in den letzten Wochen gezwungen, dringend erforderliche Verbesserungen bei der Vermittlung meiner Schützlinge im Tierheim Paderborn einzufordern. Aber alle konstruktiven und ohne finanziellen Mehraufwand umsetzbaren Verbesserungsvorschläge wurden vom Vorstand des Tierheims abgelehnt. So gesehen, hat man mir mit dieser internen Entscheidung die Grundlage für eine weitere vertrauensvolle Zusammenarbeit entzogen. Man ließ mir nur eine Option offen, nämlich konsequent im Sinne meiner Überzeugung zu handeln und das Ende unserer Zusammenarbeit zu akzeptieren. Es fällt mir sehr schwer Ihnen das schreiben zu müssen. 12 Jahre sind eine lange Zeit. Viele von Ihnen gehören von Anfang an zu unserem Leserkreis und erinnern sich ganz bestimmt noch gut daran zurück, wie im Jahr 2004 alles begann. Gabi Votsmeier, die 1. Vorsitzende des Tierheims Paderborn und mittlerweile langjährige Freundin, schrieb damals:

„Als Beate Rost uns im letzten Jahr den Reinerlös ihres Buches „Endstation Hoffnung“ zusicherte, kam dieses Versprechen einem Aufatmen gleich. Die finanzielle Misere unseres Tierheims in Paderborn sprengte zu diesem Zeitpunkt jeglichen Rahmen. Die Rechnungen stapelten sich. Die Situation glich einer Katastrophe. Mittlerweile dürfen wir auf einen Verkaufserlös in nicht unerheblicher Höhe zurückschauen. Aber die Geschichten in „Endstation Hoffnung“ haben mehr erreicht, als uns eine finanzielle Linderung zu schaffen, sie haben auf uns und auf unsere Notlage aufmerksam gemacht und sie haben die Herzen der Leser erreicht. Durch „Endstation Hoffnung“ erfuhren die Menschen vom Tierheim Paderborn. Sie erkundigten sich, zeigten Interesse, wollten helfen, weit über den Kauf des Buches hinaus. Viele Menschen schickten zusätzliche Spenden, manche übernahmen sogar Patenschaften für unsere Sorgenkinder. Beate Rost hat mit ihrem Buch ein Tierschutzprojekt geschaffen, in dem sich Fremde zu Freunden zusammenfanden, um ein gemeinsames Ziel zu verfolgen: Denen zu helfen, die hilflos sind!

Liebe Leserinnen und Leser, in den zurückliegenden Jahren haben wir gemeinsam vieles erreicht. Der langjährige Kampf um das Katzenhaus im Paderborner Tierheim wird immer Teil meiner Erinnerungen bleiben. Als wäre es gestern gewesen, so sehe ich noch die Schlagzeile in der Zeitschrift „Geliebte Katze“ aus dem Jahr 2006 vor mir: „Ein Buch hilft bauen!“, stand da in großen Buchstaben und es folgten nur wenige Zeilen, aber sie reichten aus, um den Startschuss für eines der erfolgreichsten Projekte in der Paderborner Tierheimgeschichte in Gang zu setzen:

Ein Buch hilft bauen! Das Tierheim Paderborn braucht dringend ein neues Katzenhaus und hat kein Geld. Beate Rost, die mit ihrem ersten Buch „Endstation Hoffnung“ dem Tierheim half, eine bedrohliche Krise zu überwinden, hat deshalb ihr neues, zweites Buch „Morgenwind“ für das Katzenhaus zur Verfügung gestellt.

Und so ging es weiter, Buch für Buch. Wir bildeten ein Netzwerk aus Menschen, die dem Tierheim seit nunmehr 12 Jahren zur Seite stehen. Wir haben es geschafft, Jahr für Jahr an einer Gemeinschaft festzuhalten, die zueinandersteht und fest zusammenhält.
Es war eine gute Zeit. Das Tierheim und „WIR“ bedeuteten für mich Gemeinsamkeit und Miteinander, gegenseitiges Vertrauen und unvoreingenommene Unterstützung.

Vor zwei Jahren dann rief ich das deutsch-spanische Tierschutzprojekt „Suris Stiftung“ ins Leben. Dieses Projekt wurde für mich zu einer Herzensangelegenheit und ich werde auch nach der Trennung vom Tierheim Paderborn alles versuchen, um es aufrecht zu erhalten.

Liebe Leserinnen und Leser, liebe Tierschutzfreunde, „Suris Stiftung“ wird deswegen ein neues Gesicht bekommen, eine neue Richtung.

Mehr dazu finden Sie unter dem Link: Suris Stiftung


E I N   N E U E S   J A H R 

Liebe Leserinnen und Leser,

das Jahr 2015 hat sich von uns verabschiedet. Es ließ sich nicht aufhalten. Es hat seine Arbeit getan, sein Werk erfüllt. Und wir haben es ihm gleich getan. Auch wir haben unser Jahreswerk erfüllt. Auch wir haben an unserem Ziel gearbeitet - unermüdlich, unerschöpflich. Wir haben mit beharrlichem Einsatz versucht, die Welt für unsere Tiere ein wenig freundlicher, liebevoller zu gestalten. Wir können zurückschauen auf unzählige kleine und große Geschichten, die unser Leben im Tierschutz bereichern und uns die Kraft und den Mut für eine neue Runde geben.

Ich wünsche Ihnen ein gutes, freundliches Jahr 2016! Möge es Ihnen allen Glück und Frieden bringen, Gesundheit, Kraft und Stärke und immer genug Mut, um auch die nächste Hürde in Angriff zu nehmen.

Ihre Beate Rost


J A H R E S B R I E F   2 0 1 5 

Liebe Leserinnen und Leser, liebe Tierschutzfreunde,

der Jahresausklang ist immer wieder eine emotionale und auch spannende Zeit: Man lässt das Vergangene Revue passieren und blickt mit Neugier auf das, was kommen wird.
Gerne erinnere ich mich daran, wie oft wir gemeinsam schwierige Aufgaben erfüllt und Probleme gelöst haben. Gedanken, die mir Zuversicht schenken, auch für die kommenden 365 Tage im neuen Jahr.

„Suris Stiftung“ konnte nur durch die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Ihnen zu einem so großen Erfolg führen. 35 Hunde konnte ich mit Ihrer Hilfe aus Madrid ins Tierheim Paderborn holen, um ihnen den Weg in ein neues Leben zu ebnen. Einer von ihnen, liebe Tierschutzfreunde, ist Corrito. Seine Geschichte möchte ich Ihnen in meinem diesjährigen Brief erzählen:

Als Corrito noch ein Welpe war, brachte man ihn gemeinsam mit seiner Mutter in den CIAAM, das heutige kommunale Tierheim Madrids. Damals, im Jahr 2005, war der CIAAM noch eine Perrera, in der nur sehr wenige der dort abgelieferten Hunde überlebten. Corrito hatte Glück. Ein spanisches Ehepaar aus „Miraflores de la Sierra“ war auf der Suche nach einem Hofhund. Sie nahmen ihn mit in das nördlich von Madrid gelegene Gebirgsdorf. Corritos Mutter, eine alte sanfte Pharaonenhündin, hatte keine Chance. Man tötete sie. Genau wie abertausende Hunde, die auch heute noch in Spanien Jahr für Jahr von privaten Tierfängerfirmen im Auftrag der Behörden in die Perreras gebracht werden. Denn das Aussetzen von Hunden hat in diesem Land eine traurige Tradition. Es wird geschätzt, dass in Spanien pro Jahr 300.000 herrenlose Tiere in staatlichen Tierheimen sterben.
Corrito war damals gerade erst zehn Wochen alt. Eine Handvoll Leben, ein kleines wuscheliges Woll-knäuel, das sich jeden Morgen nach dem Aufwachen auf das Leben freute, das sich immer wieder bunt und fröhlich vor ihm ausbreitete und all die kleinen Wunder zum Vorschein brachte, die seine großen braunen Kulleraugen neugierig und munter erfassten. Ein niedliches, freundliches Kerlchen war er gewesen.
Das spanische Ehepaar brachte ihn in den kleinen Hof hinter ihrem Wohnhaus. Sie legten ihm eine Decke auf den Boden, und dann ließen sie ihn allein.
Corrito konnte den Himmel sehen, und er konnte die Sonne und den Wind fühlen und doch war es ihm unmöglich, in die Ferne zu sehen. Hohe weißgetünchte Mauern nahmen ihm die Sicht in die Freiheit.
An diesem Ort war er fortan allein. Seine Besitzer lebten im Haus. Einmal am Tag kam der Mann in den Hof und brachte Corrito sein Essen. Es war oft Suppe mit eingeweichtem Brot, hin und wieder auch Reste vom Tisch.
Zuwendung bekam Corrito nie. Er wusste nicht, wie es sich anfühlt, gestreichelt zu werden oder wie sich ein lieb gemeintes Wort anhört. Der Schmerz der Einsamkeit hatte ihn einmal auf die Idee gebracht, sein Futter einfach stehen zu lassen, um dem Mann ins Haus zu folgen. Aber der Mann schlug ihn für dieses Vergehen, sodass ihm Schultern, Kopf und Glieder noch lange schmerzten.
Corritos Leben verlief hart und unbarmherzig. Die Einsamkeit und die Angst vor den Händen des Mannes waren Corritos einzige Gefährten. Niemals aber schwand das Bild seiner Mutter mit ihrer Liebe und Güte. Es hatte sich tief in seiner Seele eingebrannt. Vielleicht war es gerade jene Erinnerung, die ihm in all den Jahren der Einsamkeit Kraft und Hoffnung schenkte. Und ihn in seiner Sanftheit immer das freundliche Kerlchen von damals bleiben ließ.
Corrtio hatte im Laufe der Zeit aufgehört zu weinen. Nur ganz selten noch hörte man in der Nacht seine schmerzerfüllte Stimme, so als ob er den Himmel um Hilfe bitten wollte.
Corrito war ein trauriger Hund geworden. Er war zehn Jahre alt, als seine Besitzer ihn zurück in den CIAAM brachten, dahin wo sich einst ein kleines niedliches Kerlchen auf das Leben freute, dass sich jeden Morgen nach dem Aufwachen bunt und fröhlich vor ihm ausgebreitet hatte.

Liebe Leserinnen und Leser, es war im Juli 2015, als ich folgenden Brief von Mayte Recio, einer Ange-stellten des heutigen CIAAMs bekam. Viele von Ihnen werden sich an Maytes Namen erinnern. Sie war die spanische Pflegemutter unserer Suri Anica.

Mayte schrieb mir diese Zeilen:

„Ich habe Corrito kennengelernt, als ein Ehepaar mittleren Alters ihn zurück in den CIAAM brachte. Sie waren mir von Anfang an unsympathisch. Es war am Vormittag. Er sprach mit den Leuten im Büro, sie saß auf einer Bank und hatte den Hund bei sich. Sie streichelte ihn nicht, sah ihn nicht ein einziges Mal an, es war keinerlei Ausdruck von Zuneigung oder gar Schuldgefühlen auf ihrem Gesicht. Wir sagten ihnen, dass das sehr schlimm für den Hund sei, dass er bei uns im Tierheim vor Trauer sterben könnte, da ihn in dem Alter niemand mehr adoptieren wird. Die Frau antwortete, dass ihr das egal wäre, sie könnten nichts mehr für den Hund tun.
Ich sagte nur "ich nehme ihn mit". Sie machte nichts, der Hund war ihr egal, sie behandelte ihn wie einen Gegenstand, den man einfach nur loswerden will. Und da ich nichts anderes machen konnte und ich so entrüstet war, nahm ich den Hund, damit er sie nicht mehr sehen musste und die 10 Jahre bei ihnen vergessen konnte.
Ich brachte ihn in die Tierarztpraxis und ging dann wieder zu meinen Kollegen zurück, die noch dabei waren, die Formalitäten der Abgabe von Corrito zu erfüllen. Ein paar Minuten später entdeckten wir, dass Corrito Türen aufmachen kann! Der Arme war so durcheinander und verzweifelt, dass er aus der Praxis flüchtete und davon lief. Wir mussten ihn wieder einfangen. Seine Besitzer sahen das, taten aber nichts, sahen einfach zu, wie wir ihn griffen. Als wir mit dem flehenden Hund an ihnen vorbei gingen, sagte ich, dass es eine Schande sei, so ein altes Tier hierher zu bringen, und dass es sehr leiden würde und so etwas nach all den Jahren nicht verdiene. Ihnen müsse doch klar sein, dass er das Tierheim niemals wieder verlassen würde. Aber es berührte sie nicht im Geringsten. Sie schienen erleichtert, ihn los zu sein, und sagten mit einem Grinsen auf dem Gesicht: "Mensch, wie er da wieder ausgerissen ist.“
Und dann standen wir vor der furchtbaren Situation, entscheiden zu müssen, wohin wir den armen Hund setzen sollten. In welchen Zwinger, zu wem? Und uns fiel keine gute Lösung ein, denn es gibt sie nicht für so einen Fall. Nur in einem Zuhause kann es so einem alten Hund gut gehen. (…)“

Liebe Leserinnen und Leser, möglicherweise ahnen Sie jetzt schon, wie diese Geschichte weitergeht. Natürlich habe ich nach Maytes Brief nicht lange überlegt und Corrito mithilfe meiner spanischen Tier-schutzfreunde von ALBA Madrid aus dem CIAAM nach Deutschland geholt. Es war der 24. Juli, als José, der 2. Vorsitzende der ALBA, und seine Frau Monika mir Corrito und zwei weitere Hunde anvertrauten. Ich brachte sie ins Tierheim nach Paderborn, wo meine langjährigen Tierschutzfreunde schon auf sie warteten.
Corrito hustete an diesem Tag stark und fieberte, obwohl er in Madrid gesund abgefahren war. Und so machte ich mir am Abend des 24. Julis große Sorgen um ihn. Gleich am nächsten Tag fuhr ich vormittags gemeinsam mit meinem Mann und Suri Anica wieder ins Tierheim.
Corrito erkannte mich sofort. Er bellte und winselte, als er mich kommen sah. Wir holten ihn aus seinem Freilauf und verbrachten einige Zeit mit ihm und Suri auf der eingezäunten Wiese. Er hustete nach wie vor. Und so besprachen wir im Tierheim, dass er am nächsten Tag von der Tierärztin gründlich untersucht werden sollte.
Als wir uns später verabschieden wollten, griff das Schicksal des kleinen Corritos ein: Ein Sturm zog auf. Ohne Vorwarnung fegte eine so starke Brise durch das Tierheim, dass der Regen waagerecht durch die Luft gepeitscht wurde. Im Nu flogen Gießkannen, Äste und alles, was keinen Halt fand, durch die Luft. Wir waren in wenigen Sekunden völlig durchnässt. Auch Corrito war bis auf die Haut nass geworden und stand zitternd vor uns.
Wir konnten ihn mit seinem Husten und dem Fieber bei diesem Wetter nicht im Tierheim lassen. Das brachten wir nicht übers Herz. Und so nahmen wir ihn, ungeachtet Suris Einwände, mit in unser nahe gelegenes Ferienhaus.
Bereits am Abend desselben Tages hustete Corrito nicht mehr und das Fieber ging ganz zurück. Ich besprach mit Gabi Votsmeier, der ersten Vorsitzenden des Tierheims Paderborn, dass ich ihn nicht zurück ins Tierheim bringen würde, sondern eventuelle Interessenten ihn in den nächsten Tagen direkt bei uns kennenlernen könnten.
Zwei Tage später fuhr ich mit Suri zur Physio-Schwimm-Therapie. Corrito begleitete uns, da wir ihn natürlich nicht alleine zu Hause lassen wollten. Ich nahm die Röntgenaufnahme mit, die mir die ALBA von Corritos Hüfte mitgeschickt hatte, um die Therapeutin zu fragen, ob sie vielleicht auch Corrito in irgendeiner Form helfen könnte. Denn der Verdacht der ALBAner lautete: Arthrose. Und dass Corrito Schmerzen hatte, war offensichtlich. Er schnappte, wenn man ihn am Hinterlauf oder an der Seite berührte.
Die Therapeutin sah sich die Aufnahme sorgfältig an. Sie wirkte erschrocken. „Corrito hat keine Ge-lenkprobleme“, sagte sie verhalten. „Er hat eine Kugel im Hinterlauf. Er muss in Spanien angeschossen worden sein.“ Mir kamen umgehend die Tränen. Welche Leidensgeschichte hatte Corrito hinter sich gebracht! Wir befragten daraufhin einen Tierarzt aus der benachbarten Tierarztpraxis, der die Diagnose bestätigte. Mein Mann und ich waren entsetzt und unendlich traurig.
Einige Wochen später – Corrito war zwischenzeitlich sehr krank geworden - stellte sich bei einer zusätzlich durchgeführten Röntgenaufnahme heraus, dass sich noch eine weitere Kugel in Corritos Körper gefährlich nahe der Lunge befindet. Jemand musste also absichtlich ein zweites Mal auf ihn gezielt haben, wobei mir der Schmerzensschrei des ersten Treffers bereits in der Vorstellung durch Mark und Bein geht und mir das Herz zerreißt.
Corrito hat ein einsames, elendiges und schmerzerfülltes Leben hinter sich. Es hat eine Weile gedauert, bis er Vertrauen zu mir fassen konnte. Oft stand er da, abwartend, skeptisch, misstrauisch. Groß war seine Angst vor Schmerzen. Es konnte jederzeit sein, dass er aus Furcht blitzschnell zuschnappte und sich dann umgehend in sich selbst zurückzog.

Liebe Leserinnen und Leser, das alles ist vorbei. Wir haben ihn natürlich nicht mehr in fremde Hände gegeben. Er ist bei uns geblieben und seine kranke Seele ist gesund geworden. Gemeinsam mit Suri Anica freut er sich jeden Morgen nach dem Aufwachen auf das bunte Leben, das sich nun täglich vor ihm ausbreitet und all die kleinen Wunder zum Vorschein bringt, die seine großen braunen Kulleraugen neugierig und munter erfassen.

Corrito, mein kleiner Prinz. Er hat sich in unsere Herzen geschlichen. Und da wird er für den Rest seiner Zeit seinen Platz haben.
Aus dem CIAAM erhielt ich im frühen Herbst folgende Zeilen:

„Nun, da wir wissen, dass du, Beate, Corrito adoptiert hast, bekommen wir den Glauben an die Menschheit wieder. Der Arme hat 10 Jahre lang in einem Hof draußen gelebt, nie die Wärme eines Zuhauses gekannt. Mit dir, deinem Mann und unserer kleinen Suri Anica wird er die verlorenen Jahre wieder aufholen, vielleicht nicht, was die Zeit betrifft, aber wohl was Liebe und das Gefühl von Glück angeht.“

Liebe Leserinnen und Leser, mit diesen liebevollen Zeilen meiner spanischen Tierschutzkollegin möchte ich meinen diesjährigen Jahresbrief beenden und Ihnen schon jetzt meine guten Wünsche und Grüße zum Weihnachtsfest und zum Neuen Jahr senden.

DANKE für Ihre persönliche Verbundenheit und beständige Freundschaft.
DANKE für die vielen erfolgreichen Momente, die ich durch Sie erleben durfte.
Ich wünsche mir sehr, dass auch im kommenden Jahr noch viele glückliche Erlebnisse auf uns warten.

Mögen Frieden und Gottes Segen Sie zu Weihnachten und das ganze neue Jahr hindurch begleiten.

Ihre Beate Rost


C O R R I T O S   A N K U N F T   I N   D E U T S C H L A N D 


K R A F T L O S   U N D   M Ü D E   -   D E R   E R S T E   T A G   I M   T H   P A D E R B O R N 


C O R R I T O   H A T   S E I N E N   P L A T Z   A U F   D I E S E R   W E L T   G E F U N D E N 



A L B A   M A D R I D   Z U   B E S U C H   I M   T I E R H E I M   P A D E R B O R N 

28. Juni 2015

Zum 30jährigen Bestehen des Tierheims Paderborn kamen meine spanischen Tierschutzfreunde zu Besuch.

Was für eine Überraschung!!!


Klicken Sie hier, um zur Galerie zu gelangen.



S A N T I A G A   I S T   Z U   H A U S E ! 

Liebe Leserinnen und Leser, liebe Tierschutzfreunde!

Eine große Tierschutzgeschichte nimmt ein glückliches Ende: Santiaga hat ein Zuhause gefunden! Sie hat ein Zuhause gefunden, das ich nur schwer mit Worten beschreiben kann und das beinahe genauso unglaublich ist, wie ihre gesamte Geschichte.

Bitte schauen Sie oben links im Menü "SANTIAGA - Ein Danke ist viel zu wenig " vorbei.

Ihre
Beate Rost


J A H R E S B R I E F   2 0 1 4 

Liebe Leserinnen und Leser, liebe Tierschutzfreunde,

wenn ein Jahr zu Ende geht fragt man sich häufig, was man in den letzten zwölf Monaten auf den Weg gebracht hat, womit man erfolgreich war und womit eben nicht. Für mich ist diese Frage recht einfach zu beantworten: Mein erfolgreichstes Projekt in diesem Jahr war ohne Zweifel „Suris Stiftung“. Gemeinsam mit meinen Paderborner Tierschutzfreunden konnte ich in den vergangenen Monaten durch den Verkaufserlös meines Buches „Leben will gelernt sein“ bis heute mehr als fünfzehn Hunden aus Madrid, die dort ohne Perspektive im Tierheim saßen, den Weg in ein hoffnungsvolleres Leben ebnen. Für diesen Erfolg bin ich sehr dankbar, und ich freue mich darauf, auch im kommenden Jahr wieder dabei helfen zu können, die Welt unserer spanischen Schützlinge ein wenig lebenswerter zu gestalten.

Albert Schweitzer hat einmal gesagt: „Alles, was du tun kannst, wird in Anschauung dessen, was getan werden sollte, immer nur ein Tropfen statt eines Stromes sein. Aber es gibt deinem Leben den einzigen Sinn, den es haben kann, und macht es wertvoll.“

Mir ist klar, dass meine Arbeit im Tierschutz, insbesondere im Auslandstierschutz, immer nur ein Tropfensein wird. Täglich erfahre ich, wie grausam und brutal Menschen mit Tieren umgehen. Insbesondere in Süd- und Osteuropa werden ausgesetzte Hunde und Katzen einfach auf der Straße ihrem Schicksal überlassen. Sie sterben an Hunger und Kälte, sie werden überfahren oder sind Opfer brutaler Gewalt. Viele von ihnen werden geschlagen, eingesperrt oder ein Leben lang an der Kette gehalten.
So wie Nana und Tara, die in Spanien ihr ganzes bisheriges Leben an einem Baum angebunden waren und nur mit trockenem Brot ernährt wurden. Sie hatten nicht einmal eine Hütte, die ihnen Schutz gegen Sonne, Kälte und Regen bot. An Nanas Hals konnte man noch lange den Abdruck der Kette sehen, die mehr als ein Jahr um ihren Hals lag. Kaum zehn Schritte konnten die beiden gehen. Durch „Suris Stiftung“ kamen sie ins Tierheim Paderborn und fanden in wenigen Tagen ein liebevolles Zuhause.
Auch Coda hätte in Spanien keine Perspektive gehabt. Sie überlebte in ihrer Heimat nur knapp eine Tragödie. Man hatte ihr auf offener Straße brutal ein Auge herausgeschlagen. Niemand griff ein. Niemand wollte die Schmerzensschreie der blutüberströmten Hündin zur Kenntnis nehmen. Alle sahen weg.
Ähnlich erging es Ariadna. Sie wurde in der Nähe Madrids an einer stark befahrenen Straße durch ein Auto verletzt. Der Fahrer kümmerte sich nicht darum und ließ sie schwer verwundet mit gebrochenem Lauf liegen. Die Polizei brachte Ariadna einige Tage später ins Tierheim der ALBA. Ariadna wird ihr ganzes Leben lang stark humpeln müssen. Dennoch fand auch sie durch „Suris Stiftung“ wundervolle Menschen, die sie trotz ihrer Behinderung ganz und gar ins Herz geschlossen haben.

Vier Beispiele aus einem Land, in dem Misshandlungen von Hunden an der Tagesordnung sind. Vier Tropfen statt eines Stromes.

In wenigen Tagen erwarten wir Blanca, eine weiße Setterhündin. Sie gehörte einem Jäger, der schon bald das Interesse an ihr verloren hatte, weil sie nicht seinem Idealbild eines Jagdhundes entsprach. Er sperrte sie in einen alten Hühnerstall, einem Bretterverschlag ohne Dach. Blanca konnte nur den Himmel sehen. Im Sommer war es glühend heiß in dem Holzverlies, sodass die Sonne ihr regelrecht das Fell verbrannte. Ihren Besitzer interessierte das nicht. Er ließ sie dort ohne jegliche Zuwendung alleine. Irgendwann im Laufe der Jahre "vergaß" er sie dann ganz. Aus der Not heraus fraß Blanca die Grannen, die in das Innere des Schuppens wuchsen. Diese Grannen bohrten sich tief in ihr Zahnfleisch. Sie muss entsetzlich gelitten haben. Als man sie fand, war sie nur noch ein Knochengerüst. Das Fell war ihr gänzlich ausgegangen. Zunächst dachte man, das Blanca sehr krank sei. Aber sie war einfach „nur“ total ausgehungert. Wenn ich bedenke, dass sie die Grannen fraß, um das unermesslich große Hungergefühl ein wenig zu stillen, reißt es mir das Herz heraus. Dennoch hatte Blanca Glück. Denn in ihrem Heimatland ist es Tradition, Jagdhunden, die ihren Besitzern nutzlos geworden sind, ein Strick um den Hals zu legen und sie lebend aufzuhängen. Ihre Hinterpfoten berühren dabei gerade noch ein bisschen den Boden, damit sie möglichst lange leiden. Es dauert Tage, bis ihr Todeskampf ein Ende findet.
Blanca ist diesem Schicksal entkommen. Sie wird leben. Sie wird durch „Suris Stiftung“ eine Chance auf ein hoffnungsvolleres Leben bekommen. Sie wird gemeinsam mit Sawyer, Wally, Zagros und Galilea am 1. Advent im Tierheim Paderborn Obhut finden. Der siebenjährige Sawyer wurde von seinem Besitzer vor mehr als einem Jahr in einer der städtischen "Perreras" Madrids abgegeben. Sawyer wartete vergeblich darauf, adoptiert zu werden. Da seine Zeit in der Perrera schließlich abgelaufen war und er auf der Tötungsliste stand, holte ihn eine ehrenamtliche Helferin da heraus und rettete ihm damit sein Leben. Wally lebte drei Jahre lang ausgesetzt an einer Raststätte. Er tauchte dort auf, als er noch ein Welpe war. Bei Regen suchte er Schutz unter den Autos. Er ernährte sich von Essensresten, die die Menschen dort auf den Boden fallen ließen. Manchmal hatte er auch Glück und die Kellner des dortigen Restaurants legten ihm etwas zum Fressen hin. Eines Tages wurde er dann angefahren und einfach verletzt liegen gelassen. Solange, bis eine Tierschutzfreundin von ihm erfuhr und ihn abholte. Galilea musste ihr bisheriges Leben als Fabrikhund fristen. Als die Fabrik in Konkurs ging, ließ man Galilea eingeschlossen in einem Käfig im Fabrikgebäude allein zurück. Sie wäre beinahe verhungert, da sie keine Möglichkeit hatte, von dort zu entkommen. Aber sie hatte Glück im Unglück. Eine Frau, die ganz in der Nähe arbeitete, hörte leises Winseln und informierte die ALBA, die daraufhin schnell Hilfe organisierte.

Das alles passiert in einem Land wie Spanien, in dem 92 % der Bevölkerung der römisch-katholischen Kirche angehören und sich Christen nennen.
In anderen Ländern findet sich ein ähnliches Bild: in Italien bekennen sich mehr als 51 Millionen Menschen zum katholischen Glauben; in keinem anderen Land gibt es so viele Priester und Kardinäle. Und doch gibt es in Italien auch mehr als eine Million Straßenhunde, weil jedes Jahr circa 135.000 Hunde skrupellos ausgesetzt werden. Diejenigen, die nicht verhungern und nicht vergiftet, erschossen oder überfahren werden, landen in den sogenannten Canili, das sind Lagerhallen, in denen die Betreiber diese Hunde geradezu horten und an jedem Hund verdienen. Hunde vegetieren in diesen Verwahranstalten, und haben keine Chance, dort jemals wieder herauszukommen. Sie sterben einen langsamen und einsamen Tod.
In Griechenland sind ca. 95 % der Bevölkerung Christen und hier gibt es über 300.000 Straßenhunde. Weitere Zigtausende fristen auch hier ihr Leben an der Kette. Und über ganz Griechenland verteilt findet man die sogenannten „Tonnenhunde“, die man an eine rostige Blechtonne ankettet, ungeschützt vor der sengenden Sonne im Sommer und vor eisiger Kälte im Winter, und fast immer ohne ausreichendes Wasser und Futter.
In Bulgarien bezeichnen sich 84% der Bevölkerung als Christen. Bis vor kurzem existierten dort noch sogenannte „Isolatoren“, in die eingefangene Straßenhunde gebracht wurden. Seitdem im Jahr 2008 ein Tierschutzgesetz erlassen wurde, nennt man diese Isolatoren „Tierheime“. Außer dem Namen hat sich nichts geändert. Die Hunde werden nach wie vor in diesen „Tierheimen“ unter grausamsten Bedingungen eingepfercht und schließlich getötet. Auf den Straßen Bulgariens werden gleichzeitig Hundertausende direkt vor Ort vergiftet, erschlagen, ertränkt oder erschossen.
Das gleiche Bild in Rumänien, wo man hunderten von Hunden pro Tag mit einem Spaten den Schädel einschlägt. Das sind in den letzten 10 Jahren hochgerechnet mehr als zehn Millionen Straßenhunde, die auf brutale Weise ermordet worden sind.
Ich könnte die Liste der Länder fortsetzen, in denen Tiermisshandlungen an der Tagesordnung sind, obgleich dort überwiegend Menschen leben, die sich zum Christentum bekennen.

Und die Kirche? Was sagt sie eigentlich dazu?

Sie verkündet, dass in der katholischen Kirche Tiere keinen Platz haben, und dass die Thematik Tierschutz viel zu weit entfernt von den zentralen Aufgaben des Vatikans sei. Das jedenfalls war die Antwort, die eine große deutsche Tierschutzorganisation in jüngster Zeit bekam, nachdem sie den Papst und 16 Bistümer angeschrieben und um Hilfe gebeten hatten.

Eine gleichgültige Haltung gegenüber unseren Mitgeschöpfen.

Anders als zum Beispiel im Buddhismus, der die Gemeinsamkeit zwischen Mensch und Tier betont und nicht so sehr den Unterschied in den Vordergrund schiebt, spricht die christliche Kirche den Tieren eine Seele, und damit den Anspruch auf Fürsorge, ab. Ich glaube, dass eine veränderte Haltung der Kirche gegenüber unseren Mitgeschöpfen viel Leid verhindern könnte.

In wenigen Wochen feiern wir Christen das Weihnachtsfest. Ich wünsche mir sehr, dass auch unsere Kirche endlich eine moralische Verantwortung für alle Geschöpfe übernimmt, auch für unsere Tiere. So, wie es unmissverständlich aus der Bibel hervorgeht.

Liebe Leserinnen und Leser, ich begann diesen Brief mit einem Zitat von Albert Schweitzer und möchte damit auch meinen Brief schließen: Alles, was wir tun können, wird in Anschauung dessen, was getan werden sollte, immer nur ein Tropfen statt eines Stromes sein. Aber es gibt unserem Leben den einzigen Sinn, den es haben kann, und macht es wertvoll. Ich hoffe von ganzem Herzen, dass Sie weiterhin Teil unserer Gemeinschaft bleiben werden und bedanke mich an dieser Stelle für Ihre treue Begleitung durch 10 Jahre Buchgeschichte. Danke für Ihre Unterstützung und das Vertrauen, das Sie mir in all den Jahren entgegengebracht haben.

Ich wünsche Ihnen allen eine gemütliche Adventszeit, ein von Gott gesegnetes Weihnachtsfest und ein erfülltes, glückliches und vor allem gesundes Jahr 2015.

Ihre
Beate Rost





Wenn Sie das Projekt „Suris Stiftung“ unterstützen wollen, wäre ich Ihnen dankbar, wenn Sie Ihre Spende auf das Tierschutzkonto mit der IBAN: DE73 1007 0024 0335 0147 00 und dem Verwendungszweck „Suris Stiftung“ überweisen würden.

Jeder Euro zählt!






E I N   N E U E S   B U C H !   E I N   N E U E S   P R O J E K T ! 

Liebe Leserinnen und Leser,

nach einer kleinen Pause bin ich jetzt mit einem neuen Vorhaben zurück:

"Leben will gelernt sein" oder: Die lange Reise der Suri Anica ist der Titel meines neuen Buches und mit diesem Buch möchte ich ein neues Projekt ins Leben rufen. Gemeinsam mit meinen Paderborner Tierschutzfreunden werde ich Hunden wie Suri Anica, die in ihrem eigenen Land keine Chance auf ein neues Leben haben, helfen. Soweit es die Kapazitäten im Tierheim Paderborn erlauben und freie Plätze zur Verfügung stehen, werden wir unseren Madrider Tierschutzkollegen vom Verein ALBA helfen, und Notfälle nach Deutschland holen.

Um dieses Projekt erfolgreich verwirklichen zu können, bin ich auch in Zukunft auf Ihre Hilfe angewiesen. Ich würde mich freuen, wenn Sie mir weiterhin helfen würden, denen zu helfen, die unsere Hilfe brauchen.

Weitere Informationen

- zu meinem neuen Buch finden Sie unter "Meine Bücher"

- zu meinem neuen "deutsch-spanischen" Projekt unter "Tierschutzpartner" und "Suris Stiftung"


A B S C H I E D   V O N   U N S E R E R   P R I N Z E S S I N 


Unsere über alles geliebte "kleine schwarz-weiße Prinzessin" hat uns am 20. März 2013 für immer verlassen. Ihre Sehnsucht ins Regenbogenland aufzubrechen, war stärker als die Kraft, weiterhin gegen ihre schwere Krankheit anzukämpfen.

Sie wird ihren Platz in unseren Herzen nie verlieren.


Auf Wiedersehen im Regenbogenland 


Ich ging ganz langsam aus der Welt heraus
in eine Landschaft jenseits aller Ferne,
und was ich war und bin und was ich bleibe
ging mit mir ohne Ungeduld und Eile
in ein bisher noch nicht betretenes Land.

Ich ging ganz langsam aus der Zeit heraus
in eine Zukunft jenseits aller Sterne,
und was ich war und bin und immer bleiben werde
ging mit mir ohne Ungeduld und Eile,
als wär ich nie gewesen oder kaum.


Z U R   E R I N N E R U N G   A N   U N S E R E   P R I N Z E S S I N 

aus dem Buch "Endstation Hoffnung"

(...) Aika hat ihren Menschen gefunden. Und sie hat ihre Freunde gefunden. Freunde, die sie ohne Vorbehalt so lieben wie sie ist.
Ihr Frauchen hat viele neue Menschen kennengelernt. Menschen, die sie auch gemeinsam mit ihrem Hund mögen.
Traurig denkt sie manchmal an diejenigen, die nicht verstehen konnten, welches Geschenk die Liebe eines solch verwundeten Hundes sein kann und die nie wissen werden, was Glück wirklich bedeutet. Schmerzlich denkt sie oft darüber nach, wie verständnislos sogar ihr nahestehende Menschen waren, als sie einem kleinen Leben eine neue Chance geben wollte. Eine Chance, die so viel wertvoller ist, als Freunde, die wohl nie welche waren.
Aika hat den Ort der Traurigkeit nun seit drei Jahren verlassen. Sie hat es geschafft, ihr früheres Leben zu verdrängen. Sie hat es geschafft, zu lernen, dass man über einen Stock, der im Weg liegt, einfach drüber springen kann. Sie weiß heute, dass eine Mülltonne, die am Wegesrand steht, keine Gefahr darstellt und dass andere Hunde auch gar nicht so tragisch sind. Sie hat gelernt wie man springt, läuft, wie man spielt, und dass es das Gefühl der Freude gibt. Sie kennt ihre Sicherheit und vertraut der unantastbaren Gemeinsamkeit mit ihrem Frauchen. Und sie liebt die Sonne, die Wiesen, den Wind.
Oft beobachtet ihr Frauchen sie, wie sie auf der Wiese liegt, ihre Nase hebt und die frische Luft riecht. Wie sie voller Übermut laut bellend eine Runde durch den Garten dreht und wedelnd zurück ins Haus kommt.

Manchmal, wenn die beiden auf ihren Spaziergängen so gemeinsam ihres Weges ziehen und Aika ausgiebig damit beschäftigt ist, die zahlreichen Spuren und Gerüche der Wegesränder zu lesen und zu verarbeiten, und ihr Frauchen sich darüber freut, dass Aika all die vielen normalen Verhaltensweisen erlernt hat, stromern ihr ab und zu die Erinnerungen an Vivaldi, an Bruno und an all die anderen schuldlos Verlassenen durch den Kopf. Sie wüsste gern, ob Bruno eine Familie gefunden hat, deren Haus und Grundstück er bewachen kann? Ob er seinen Lebenstraum als Herdenschutzhund verwirklichen konnte? Und wo mochte Vivaldi sein? Dieser verschmuste Riese, ist er glücklich geworden oder wird sein Leid noch immer klagend und herzzerreißend durch die Tore des Tierheimes klingen?
In ihren Gedanken geht sie dann wieder durch die Gänge des Tierheimes. Genau wie damals sieht sie noch immer diese kleine zitternde Hündin dort sitzen. Und jedes Mal, wenn sie in diese dunklen, fast schwarzen Augen sieht, die Hoffnung und die Erwartung in ihnen liest, weiß sie, dass sie sich richtig entschieden hat.
Für ihre kleine, schwarz-weiße Prinzessin.


E I N   N E U E S   P R O J E K T   I M   T I E R H E I M   P A D E R B O R N 

Liebe Leserinnen und Leser,

wie Sie alle wissen, werde ich dem Tierheim in Paderborn auch nach Abschluss des Katzenhausneubaues treu bleiben. Ich habe mich entschieden, ein neues Projekt in Angriff zu nehmen. Ein weitaus kleineres Projekt als das letzte, und doch zu groß, um es ganz allein verwirklichen zu können:

Ich möchte zwei neue Hundeausläufe mit gut isolierten Ruhehütten bauen. Entstehen sollen die Gehege auf dem Gelände des alten Katzenhauses. Eine erste Kalkulation beläuft sich - incl. der Abrissarbeiten - auf circa 4000 bis 5000 Euro.

Ich würde mich freuen, wenn ich Sie davon überzeugen könnte, mit mir zusammen diese neue Aufgabe zu bewältigen. Lassen Sie uns unseren Weg weiterhin gemeinsam gehen und auch in Zukunft denen helfen, die unsere Hilfe brauchen: den Tieren im Tierheim Paderborn.

Zeichnung der neuen Ausläufe:

zeichnungneuehundeauslaeufeimthpb.pdf [279 KB]

Lesen Sie auch die Beiträge aus der örtlichen Presse:

NeueWestfaelischeHundeausläufe1 [367 KB]

NeueWestfaelischeHundeausläufe2 [305 KB]


Wenn Sie das Projekt über den Kauf der Bücher hinaus unterstützen wollen, wäre ich Ihnen sehr dankbar, wenn Sie Ihre Spende auf das von mir eröffnete Tierschutzkonto (Beate Rost, Konto: 3350147 /BLZ: 10070024 Deutsche Bank) mit dem Verwendungszweck "Hundeauslauf" überweisen würden.


J A H R E S B R I E F   2 0 1 2 

Liebe Leserinnen und Leser, liebe Tierschutzfreunde,

das Jahr 2012 ist nun fast vorüber. Und es ist an der Zeit, meinen Jahresbrief zu schreiben. Immerhin ist das mittlerweile zu einer liebgewonnenen Tradition geworden, die ich auf keinen Fall unterbrechen möchte.
Aber vielleicht kennen Sie das auch: Man möchte einem Freund oder einer Freundin einen Brief schreiben, doch man findet einfach keinen Anfang. Im Grunde kennt man den Inhalt genau. Nur eben der Anfang fällt einem schwer. Man sitzt vor dem Bildschirm oder auch vor dem Briefpapier, fängt unzählige Male an zu schreiben und verwirft schließlich jeden angefangenen Satz ebenso oft wieder. Genauso ging es mir heute Abend. Ich saß lange an meinem Schreibtisch, starrte auf die Tastatur meines Computers und fand einfach keinen Anfang. Irgendwann schaute ich schließlich aus dem Fenster in die hereinbrechende Nacht, sah müde den dunklen Wolken im Lichtschimmer des Mondes hinterher und beschloss, das Schreiben dieses Briefes auf den nächsten Tag zu vertagen. Aber noch ehe ich diese Entscheidung in die Tat umsetzen konnte, kam mir mit einem Mal eine Frage in den Sinn, die Luise Rinser im Vorwort eines Buches von Eugen Drewermann stellte:
„Sind unsere Tiere erschaffen worden von einem liebenden Gott, damit der Mensch nach seiner Willkür mit ihnen verfährt?“
In diesem Moment wusste ich, wie ich meinen Brief beginnen konnte:
Nein! Das sind sie nicht! Sie sind nicht erschaffen worden, damit der Mensch sie nach seinem Gutdünken benutzt, quält und misshandelt. Und solange der liebende Gott mir meine Möglichkeiten dazu lässt, werde ich mich für eine Veränderung der Lebensbedingungen unserer Tiere starkmachen.
Liebe Tierschutzfreunde, die Verbundenheit mit den Tieren, um die es in all meinen Bemühungen geht, ist die emotionale Grundlage, die ich brauche, um daraus immer wieder aufs Neue Kraft zu schöpfen, mich gegen die zu stellen, die unsere Tiere ausbeuten und deren Rechte missachten. Es ist wahr, wenn über mich gesagt wird, ich sei hin und wieder recht „radikal“ in meinem Denken. Denn ich möchte nicht nur ein bisschen mehr Tierschutz. Es reicht mir nicht, über kürzere Fahrzeiten für Tiertransporte zu diskutieren. Und ich bin auch nicht damit einverstanden, wenn unsere Tiere in den Wäldern nur zu bestimmten Zeiten abgeschossen werden dürfen. Ich möchte das uneingeschränkte Lebensrecht aller Tiere. Ich kann nicht verstehen, wie es möglich ist, mit seiner Katze zu schmusen, aber das Schwein für sein tägliches Schnitzel auf grausame Art quälen und töten zu lassen. Ich kann auch nicht verstehen, warum man es „entzückend“ findet, wenn die Zwergkaninchen durch die Wohnung hoppeln, es aber gleichzeitig gedankenlos hingenommen wird, dass ihre wilden Artgenossen von Jägern gnadenlos abgeschossen werden. Und mir ist auch unverständlich, wie man seinen eigenen Hund über alles lieben kann, aber nichts davon wissen will, dass andere Hunde in Tierversuchen gefoltert werden. Widersprüchlicher kann das Verhältnis der Menschen zu den Tieren doch gar nicht sein. Ob Jagd, Zirkus oder Massentierhaltung, wir setzen uns tagtäglich über das Lebensrecht unserer Tiere hinweg. Diejenigen von uns, die mit ihrer Arbeit und ihrem Einsatz für ein bisschen mehr Gnade kämpfen, werden oftmals kaum wahrgenommen und nicht selten belächelt. Jeden Tag müssen wir erkennen, dass wir in unserer Arbeit zwei Schritte vor gehen und einen wieder zurück. Und das nicht zuletzt deshalb, weil ein Großteil unserer Politiker das Recht für unsere Tiere beugen und die Lobby derer stärken, die Tiere für den eigenen Profit ausbeuten oder zumindest jegliches Interesse an einer Verbesserung der Situation vermissen lassen.

„Sind unsere Tiere erschaffen worden von einem liebenden Gott, damit der Mensch nach seiner Willkür mit ihnen verfährt?“

Liebe Leserinnen und Leser, Sie haben mich im letzten Jahr oft in Ihren Briefen gefragt, was ich im wahren Leben vom autonomen Tierschutz halte, insbesondere im Hinblick auf die Geschichten in meinen Büchern, die von „Tierbefreiungen“ erzählen.
Es ist schwer für mich, dazu Stellung zu beziehen. Tiere ohne Genehmigung zu befreien, egal wie erbärmlich ihre Lage ist, egal ob sie in Käfigen aus Stahl oder Beton ihr Leben fristen, egal ob sie gequält oder gepeinigt werden, ist nach den gültigen Gesetzen illegal. Und unser Rechtsstaat lebt nun einmal davon, dass Gesetze eingehalten werden. Wenn Sie jetzt denken, dass diese Gesetze doch nur die Starken schützen und die Schwachen verraten, dann ist das sicherlich nachvollziehbar. Es sind in der Tat Gesetze, die den Wert eines fühlenden und leidensfähigen Mitgeschöpfes unter den einer Sache stellen. Für einen autonomen Tierschützer wird ein Leben immer über dieser Art Gesetze stehen, immer mehr wert sein, als ein aufgebrochenes Schloss oder eine zerstörte Tür. Er sieht den militanten Kampf als einen Kampf für Gerechtigkeit, als einen Kampf für Aufmerksamkeit und Frieden.
Vielleicht kennen Sie das Zitat eines mir leider unbekannten Verfassers. Es hat mich durch die Jahre meiner Tierschutzzeit begleitet und wurde sozusagen zu meinem Leitsatz: „Ein Tier zu retten verändert nicht die Welt. Aber die ganze Welt verändert sich für dieses Tier.“

Liebe Leserinnen und Leser, unsere Tiere sind nicht von einem liebenden Gott dazu geschaffen worden, damit der Mensch nach seiner Willkür mit ihnen verfährt. Deshalb ist es für mich etwas ganz Besonderes, wenn sich Menschen engagieren und mit dauerhaftem und beharrlichem Einsatz gemeinsam etwas für unsere Tiere erreichen wollen.

Ich danke Ihnen für die jahrelange treue Unterstützung und vertraue darauf, dass Sie sich weiterhin mit aller Kraft dafür einsetzen werden, wenn es darum geht, die Lebensbedingungen unserer Tiere zu verbessern.

Ich wünsche Ihnen allen eine gemütliche Adventszeit, ein besinnliches Weihnachtsfest und ein erfülltes, glückliches, und vor allem gesundes Jahr 2013.

Ihre

Beate Rost

Wenn Sie „mein“ Tierheim in Paderborn unterstützen möchten, wäre ich Ihnen sehr dankbar, wenn Sie Ihre Spende auf mein Tierschutzkonto (Beate Rost, Konto: 3350147 / BLZ: 10070024 Deutsche Bank) mit dem Verwendungszweck Spende Tierheim Paderborn überweisen würden.
Bitte denken Sie daran, dass für die Tiere dort jeder einzelne Euro zählt!



W I E   G E H T   E S   W E I T E R ? 

Liebe Tierschutzfreunde,

nachdem wir am 25. September 2011 die Einweihung des neuen Katzenhauses im Tierheim Paderborn gefeiert haben, wurde ich oft gefragt, wie es weitergeht, ob der Erlös meiner Bücher nun einem anderem Projekt zugute kommen wird, und ob ich gegebenenfalls auch bereit sei, mit meinen Büchern einem anderen Tierheim zu helfen.

Die meisten von Ihnen wissen, dass meine Verbindung zum Tierheim Paderborn ihren Anfang bereits Ende der achtziger Jahre nahm, als mir der damalige Vorstand die Leitung des Tierheimes anbot. Es ist eine langjährig gewachsene Freundschaft, die das Tierheim und mich verbindet. Eine Freundschaft, die seit vielen Jahren auf sicherem Fuß steht.
Als ich im Jahr 2004 davon erfuhr, dass das Tierheim in Paderborn unverschuldet in eine finanzielle Krise geraten war, und von einem auf den anderen Tag das Geld fehlte, um das tägliche Brot der Tiere zu sichern, lebte ich schon über 10 Jahre in Berlin und meine Besuche im Tierheim in Paderborn waren selten geworden. Trotzdem entschied ich mich spontan, „meinem“ alten Tierheim mit dem Verkaufserlös des damals zeitgleich erschienenen Buches „Endstation Hoffnung“ zu helfen. Selbstverständlich hatte sich das Tierheim nach all den Jahren meiner Abwesenheit verändert. Auch die Mannschaft des Tierheimes war längst eine andere. Aber eines war uns allen über die Jahre geblieben: Das Füreinander auch in den schwersten Zeiten nicht aus den Augen zu verlieren.
Und so führte mich mein Weg vor sieben Jahren dorthin zurück, wo meine Wurzeln sind, wo alles begann und wo die wichtigsten Weichen meines Lebensweges gestellt worden waren. Und wo ich nach so vielen Jahren von Neuem gute Freunde fand.
Ich bin sicher, Sie alle werden verstehen, dass ich diese Freundschaft nicht einfach auswechseln kann.

Das Projekt "Neues Katzenhaus" ist abgeschlossen. Der Verkaufserlös meiner Bücher und alle bei mir eingehenden Spenden werden noch bis Ende des Jahres 2011 für die Inneneinrichtung des Hauses verwendet.

Danach werde ich mich für ein neues Projekt im Tierheim Paderborn entscheiden. Ich werde Sie an dieser Stelle über Einzelheiten rechtzeitig informieren.

Schon heute aber hoffe ich von ganzem Herzen, dass wir unseren Weg auch in Zukunft gemeinsam gehen werden.

Ihre Beate Rost


E I N W E I H U N G   D E S   N E U E N   K A T Z E N H A U S E S   I M   T H   P A D E R B O R N 

Liebe Leserinnen und Leser, liebe Tierschutzfreunde!

Am 25. September 2011 war es nun endlich soweit! Das neue Katzenhaus im Tierheim Paderborn wurde offiziell eingeweiht.

"Sieben Jahre, liebe Leserinnen und Leser, haben wir nun gemeinsam an diesem Ziel gearbeitet. Wir haben es geschafft, Jahr für Jahr an einer Gemeinschaft festzuhalten, die zueinandersteht und fest zusammenhält. Unermüdlich und mit beharrlichem Einsatz haben wir Seite an Seite gearbeitet, um die Welt für unsere Schützlinge im Tierheim Paderborn ein wenig freundlicher und liebevoller zu gestalten. Heute steht niemand von uns mit leeren Händen da. Niemand mit leerem Herzen. Wir dürfen uns gemeinsam an einem unglaublichen Erfolg erfreuen."

Diesem Auszug aus dem Sommerbrief 2011 möchte ich nicht mehr viel hinzufügen. Nur eines noch:
DANKE, dass Sie mich in all den Jahren unterstützt und immer an mich und an das Paderborner Team geglaubt haben und nie an der Verwirklichung dieses Projektes zweifelten.


F O T O G A L E R I E   -   O F F I Z I E L L E   E I N W E I H U N G 

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S O M M E R B R I E F   2 0 1 1 

Liebe Leserinnen und Leser, liebe Freunde des Tierheims Paderborn!

Ganz sicher wundern Sie sich, meinen Jahresbrief zu dieser recht ungewohnten Zeit zu erhalten. Aber ich möchte nicht länger warten, Ihnen zwei erfreuliche Neuigkeiten zu erzählen:

Unser gemeinsames Projekt, der Bau des neuen Katzenhauses im Tierheim Paderborn, nimmt Gestalt an. Nachdem bereits im November 2010 die ersten Bauarbeiten begonnen haben, feierten die Paderborner Tierschützer, trotz des frühen Wintereinbruchs, bereits im Februar 2011 Richtfest. Und wenn alles so weitergeht wie geplant, wird das Haus im August 2011 „bezugsfertig“ sein.

Sieben Jahre, liebe Leserinnen und Leser, haben wir nun gemeinsam an diesem Ziel gearbeitet. Wir haben es geschafft, Jahr für Jahr an einer Gemeinschaft festzuhalten, die zueinandersteht und fest zusammenhält. Unermüdlich und mit beharrlichem Einsatz haben wir Seite an Seite gearbeitet, um die Welt für unsere Schützlinge im Tierheim Paderborn ein wenig freundlicher und liebevoller zu gestalten. Heute steht niemand von uns mit leeren Händen da. Niemand mit leerem Herzen. Wir dürfen uns gemeinsam an einem unglaublichen Erfolg erfreuen.

Liebe Tierschutzfreunde, oft werde ich gefragt, warum ich mit meinen Büchern ausgerechnet das Tier-heim in Paderborn unterstütze. Warum nicht eines in Berlin? Oder eines in Hamburg? Oder in Leipzig? Die meisten von Ihnen wissen, dass meine Verbindung zum Tierheim Paderborn ihren Anfang bereits Ende der achtziger Jahre nahm, als mir der damalige Vorstand die Leitung des Tierheimes anbot. Es ist eine langjährig gewachsene Freundschaft, die das Tierheim und mich verbindet. Eine Freundschaft, die seit vielen Jahren auf sicheren Füßen steht.
Als ich im Jahr 2004 davon erfuhr, dass das Tierheim in Paderborn unverschuldet in eine finanzielle Krise geraten war, und von einem auf den anderen Tag das Geld fehlte, um das tägliche Brot der Tiere zu sichern, lebte ich schon über 10 Jahre in Berlin und meine Besuche im Tierheim Paderborn waren selten geworden. Trotzdem entschied ich mich spontan, „meinem“ alten Tierheim mit dem Verkaufserlös des damals zeitgleich erschienenen ersten Buches „Endstation Hoffnung“ zu helfen. Selbstverständlich hatte sich das Tierheim nach all den Jahren meiner Abwesenheit verändert. Auch die Mannschaft des Tierheimes war längst eine andere. Aber eines war uns allen über die Jahre geblieben: Das „Füreinander“ auch in den schwersten Zeiten nicht aus den Augen zu verlieren. Und so führte mich mein Weg vor sieben Jahren dorthin zurück, wo meine Wurzeln sind, wo alles begann und wo die wichtigsten Weichen meines Lebensweges gestellt worden waren. Und wo ich nach so vielen Jahren von Neuem gute Freunde fand.

Liebe Leserinnen und Leser, ein Ausruhen wird es im Tierheim Paderborn nicht geben. Das Team wird immer wieder vor alten und neuen Problemen, vor längst bekannten Sorgen und scheinbar unlösbaren Aufgaben stehen. Aber mit Freunden an seiner Seite kann jede Sorge geteilt, jede Aufgabe und jedes Problem gelöst werden. Das haben Sie mir und den Paderbornern in den letzten Jahren bewiesen. Und darum möchte ich Ihnen an dieser Stelle danken. Für Ihre Hilfe, Ihre Unterstützung und Ihre Freundschaft.

Und nun komme ich zur zweiten Neuigkeit, von der ich Ihnen in diesem Brief erzählen möchte: Ich habe ein neues Buch geschrieben.
„Notizen zum Tierschutz“ ist der Titel meines neuen Buches, in dem ich Ihnen von den Schwächen unserer Gesellschaft erzählen werde, von der Kälte und Härte, der Gedankenlosigkeit und Ungerechtigkeit gegenüber unseren Tieren, aber auch von der Hoffnung und dem Miteinander. Entstanden aus meinen persönlichen Notizen werde ich Ihnen kleine und große Geschichten erzählen. Geschichten, die unser Leben bereichern, die aber auch entmutigen und traurig machen. Geschichten, in denen Entsetzen und Freude sich abwechseln, sich Resignation und Hoffnung miteinander vermischen, in denen traurige von wunderschönen Momenten abgelöst werden, und hin und wieder auch Tränen des Glücks hervorrufen. Gemeinsam werden wir Erfolge und Niederlagen durchleben, Erwartungen haben und Enttäuschungen hinnehmen, Freundschaften knüpfen und Abschied nehmen.
In einem bunten Spektrum an Erzählungen, Berichten und Darstellungen werde ich auf die Lebensbedingungen unserer Tiere eingehen. Eine große Hoffnung verbinde ich damit, Ihnen anhand einiger ausgewählter Schwerpunktthemen ein besseres Verständnis zu verschiedenen Tierschutzproblematiken zu vermitteln. Vielleicht kann ich Sie mit dem einen oder anderen Beitrag auch davon überzeugen, sich aktiv gegen die Ausbeutung unserer Tiere einzusetzen. Möglicherweise werden Sie mir in manchen Tierschutzfragen auch gar nicht zustimmen, weil unsere Meinungen kontrovers sind. In jedem Fall aber freue ich mich, Sie mit diesem Buch in die Vielfalt meines Tierschutzalltages einladen zu dürfen.

Ihre Beate Rost


W I N T E R B R I E F   2 0 1 0 

Liebe Leserinnen, liebe Leser, liebe Freunde des Tierheims Paderborn!

Seit mehr als fünf Jahren arbeiten wir nun gemeinsam – sozusagen Buch für Buch – auf den Bau eines neuen, artgerechten Katzenhauses im Tierheim Paderborn hin. Heute - endlich - kann ich Ihnen die wunderbare Mitteilung machen:

Wir haben es geschafft!!!

Der erste Spatenstich des neuen Katzenhauses im Tierheim Paderborn rückt in greifbare Nähe. Nach zahllosen Bemühungen und Anträgen wurde im Haushaltsplan 2010 der Stadt Paderborn ein Zuschuss für den Bau des Katzenhauses gewährt. Zusammen mit der angesparten Summe, die bereits auf dem Sonderkonto ruht, ermöglicht diese Zusicherung dem Verein, noch in diesem Jahr mit dem Bau beginnen zu können. Geplant ist ein zweigeschossiges Gebäude mit insgesamt 240 Quadratmeter Grundfläche. Direkt daran wird sich ein 150 Quadratmeter großes Freigehege anschließen.
Liebe Leserinnen und Leser, viele von Ihnen werden sich noch an meinen Herbstbrief aus dem Jahr 2006 erinnern. Ich erzählte Ihnen damals von meinem Besuch in dem alten und viel zu klein gewordenen Katzenhaus im Tierheim Paderborn. Das Holz war durch Witterungseinflüsse und tägliche Reinigung marode geworden. Die mühseligen Ausbesserungsarbeiten hatten längst ihren Sinn verloren. Aber die Kosten für ein neues Katzenhaus überstiegen natürlich das vorhandene Budget, das gerade einmal die laufenden Kosten für Futter, Personal und Tierarzt decken konnte. Ich hatte damals einen ganzen Tag lang in diesem viel zu kleinen, zugigen und morschen Holzhaus inmitten seiner Bewohner verbracht. Als ich am Abend zurück nach Berlin fuhr, hatte ich nur noch einen Gedanken: Ich musste etwas tun, mir etwas einfallen lassen – ich musste helfen. Allein aber war mir das nicht möglich. Und so bat ich Sie, liebe Leserinnen und Leser, um Ihre Unterstützung. Und ich erfuhr eine unerwartete Resonanz, eine Hilfsbereitschaft, auf die ich nie zu hoffen gewagt hätte. Gemeinsam schufen wir das Projekt „Neues Katzenhaus“. Ein Projekt, in dem sich Fremde zu Freunden zusammenfanden, um ein gemeinsames Ziel zu erreichen, wie es damals in den Zeitungen hieß. Und obgleich die Finanzierung unseres Projektes fünf lange Jahre wie eine kaum zu stemmende Bürde erschien, haben wir jetzt dieses gemeinsame Ziel erreicht. Wie dringend erforderlich das ist, zeigt die derzeitige Situation vor Ort. Die Zahl der Katzen, die das Tierheim Paderborn täglich aufnehmen muss, steigt kontinuierlich. Die Vermittlung der Katzen wird dahingegen immer schwieriger. In Zeiten der eigenen finanziellen Nöte scheuen viele Menschen davor, Verantwortung für ein Tier zu übernehmen. Und so sind seit Jahren die vorhandenen Kapazitäten völlig erschöpft. Ein großer Teil der Katzen muss mittlerweile ständig in privaten Pflegestellen untergebracht werden. Aber oft sind auch diese maßlos überfüllt, sodass schlussendlich immer wieder ein absoluter Aufnahmestopp verhängt werden muss.
So war es auch im September 2010. Nichts ging mehr. Lediglich die Aufnahme verletzter und kranker Katzen, sowie die der Babykatzen, sollte weiterhin gesichert werden. So lautete die Entscheidung, die der Vorstand aus der Not heraus treffen musste. Niemand hatte allerdings damit gerechnet, was in den darauffolgenden Tagen auf das Tierheim zukommen sollte: Unzählige Babykatzen wurden abgegeben. Das Tierheim wurde überschüttet mit verletzten und kranken Tieren. Und völlig ungeachtet des Aufnahmestopps, wurden Katzen heimlich in Kartons und Körben vor dem Tor ausgesetzt.
Glück in einem solchen Unglück hatten in der Nacht zum 19. September der kleine Merlin und seine Familie. Man hatte ihn gemeinsam mit seiner Mutter und seinen zwei Geschwisterchen mitten in der Nacht vor dem Tor abgesetzt. Als man sie am darauffolgenden Morgen fand, hatten die Kleinen sich bereits aus eigener Kraft aus dem Karton, in dem man sie entsorgt hatte, befreit. Alle waren extrem abgemagert und schwach. Merlin selbst hatte sich in dieser Nacht einen schweren Infekt zugezogen, und sein Leben hing lange am seidenen Faden. Aber der kleine Kerl hatte doppeltes Glück. Eine Tierschutzfreundin verliebte sich umgehend in den Zwerg. Sie nahm ihn mit nach Hause und pflegte ihn gesund.
Merlins Geschichte ist nur eine von vielen. Ähnliche Fälle erleben die Tierschützer vor Ort täglich. Und täglich sind sie am Ende ihrer Möglichkeiten, nicht selten auch am Ende ihrer Kraft.
Das neue Katzenhaus wird nun diesen Notstand endlich beenden!

Liebe Leserinnen und Leser, der Herbst hat Einzug gehalten und das Jahr beginnt sich langsam von uns zu verabschieden. Die Tage werden kürzer und kälter, und die Zeit scheint ein wenig von ihrer lauten Rastlosigkeit zu verlieren. Ich möchte diese Zeit wieder zum Anlass nehmen, mich bei Ihnen für Ihre Unterstützung und Ihr entgegengebrachtes Vertrauen zu bedanken. Ohne Ihren Beistand und ohne Ihr Zutun wäre das alles nicht möglich gewesen.

Ich wünsche Ihnen eine gemütliche Adventszeit, ein frohes Weihnachtsfest und ein gesundes neues Jahr voller Glück, Erfolg und Zufriedenheit.

Ihre Beate Rost

P.S. All diejenigen, die in diesem Jahr vergebens auf ein neues Buch gewartet haben, möchte ich um ein bisschen Geduld bitten: Im nächsten Jahr geht’s weiter!!! Ich würde mich freuen, wenn Sie bei der Auswahl Ihrer Weihnachtsgeschenke meine bisher erschienenen Bücher berücksichtigen würden. Der Erlös aller Bücher fließt in das Projekt „Neues Katzenhaus – Inneneinrichtung“.


J Ä G E R ,   D I C H   S E H E N   V I E L E   A U G E N ! 

Liebe Leserinnen und Leser, seitdem mein letztes Buch „Jankers Versprechen“ erschienen ist, haben mich unzählige Briefe erreicht, in denen ich von Ihnen gefragt wurde, ob es möglich sei, irgendetwas gegen den in meinem Buch beschriebenen Jagdterror in unseren Wäldern zu tun. Die Lobby der Jäger sei doch sehr groß, und oftmals seien es schließlich auch die Jäger selbst, die in den Behörden das Geschehen in Feld und Flur kontrollieren.
Zunächst einmal möchte ich Ihnen sagen, dass ich mich über ihre Solidarität sehr freue. Und ich bedanke mich von Herzen für die zahlreichen Zuschriften zum Thema „Jagd“ und dafür, dass Sie, nachdem Sie „Jankers Versprechen“ aus der Hand gelegt haben, tatsächlich weiterhin über die Tiere in unseren Wäldern und ihr bedrohtes Leben nachdenken und sogar den Mut aufbringen, für sie einstehen zu wollen.
Ja, die Lobby der Jäger ist groß. Und die Mär, die sie verbreiten, sitzt tief in den Köpfen der Bevölkerung. Noch immer glauben viele Menschen in unserem Land daran, dass Überpopulationen allein durch Jäger reguliert werden können. Kaum jemand weiß, dass es in Wahrheit oft die Jäger selbst sind, die dafür sorgen, dass unkontrollierte Vermehrung der einzelnen Spezies stattfindet.
Liebe Leserinnen und Leser, Sie fragen mich, was wir gegen dieses Massenmorden in unserem Land tun können und welche Möglichkeiten wir haben, uns für das Recht der Tiere auf ein artgerechtes Leben in Frieden und Freiheit einzusetzen. Meine Antwort: Wir müssen uns informieren und unsere Sachkenntnis weitergeben, da noch immer viele Menschen nicht wissen, was die Jagd wirklich für unsere Tiere bedeutet. Und wir müssen uns mit unserem Wissen zusammenschließen, um nach außen Stärke zu zeigen. Umso größer eine Gemeinschaft ist, die sich kollektiv mit sachlichen Argumenten gegen die Jagd ausspricht, desto größer wird irgendwann auch deren Einfluss auf Politik und Öffentlichkeit sein.


5   J A H R E   B U C H P R O J E K T E   T I E R H E I M   P A D E R B O R N 

Herbstbrief 2009

Liebe Leserinnen, liebe Leser, liebe Freunde des Tierheims Paderborn!


Erinnern Sie sich noch daran, als ich Ihnen vor fünf Jahren mein erstes Buch „Endstation Hoffnung“ vorstellte? Ich erzählte Ihnen damals von einem Buch, in dem ich Erlebtes und Erfahrenes über Leid, Rettung und Neubeginn meiner Schützlinge aufgeschrieben hatte. Ein Buch, das ich nie geplant hatte, und das im Grunde nur ganz nebenbei entstanden war. Denn alles, was mir damals ausschließlich am Herzen lag, war einzig und allein meine Aufgabe im praktischen Tierschutz und das Wohl meiner Schützlinge. Der Gedanke, Bücher zu schreiben und Autorin zu werden, lag mir dabei fern und schien mir in meiner Arbeit völlig abwegig.
Aber manchmal kommen die Dinge im Leben eben, wie sie kommen müssen. Denn genau zu dem Zeitpunkt, als mein Buch „Endstation Hoffnung“ erschien, geriet das Tierheim in Paderborn unverschuldet in eine schwere finanzielle Krise. Die Angst vor dem Aus schwebte wie ein dunkler Schatten über der Arbeit der Paderborner Tierschützer. Natürlich stand für mich sofort fest, dass ich meinem alten Tierheim helfen musste. Und so kam mir etwas in den Sinn, von dem ich zu diesem Zeitpunkt nicht im Geringsten ahnte, was schon bald daraus entstehen sollte:
Ich machte aus meinem Buch ein Tierschutzprojekt. Und noch ehe ich mich versah, wurde dieses Buch seinem Titel gerecht. Ein ganzes Tierheim befand sich längst auf dem Weg in Richtung Endstation, aber kurz vor dem Aus, vor dem endgültigen Toresschluss, gaben Sie, die Leserinnen und Leser, den Menschen und Tieren im Tierheim Paderborn die Hoffnung zurück.
„Endstation Hoffnung“ verkaufte sich bundesweit und machte das Tierheim auch bundesweit bekannt. Es erreichte in kürzester Zeit die Herzen der Leser und es machte die Menschen aufmerksam. Sie erkundigten sich, zeigten Interesse, wollten helfen, weit über den Kauf des Buches hinaus. Zusätzliche Spenden gingen im Tierheim ein, Patenschaften wurden übernommen, ehrenamtliche Unterstützung wurde angeboten.
Es war etwas geschehen, das ich noch heute als ein kleines Wunder betrachte: Gemeinsam hatten wir ein Tierschutzprojekt geschaffen, in dem sich Fremde zu Freunden zusammenfanden, um ein gemeinsames Ziel zu erreichen: Denen zu helfen, die Hilfe brauchten, den Tieren im Tierheim Paderborn.
Und dann - vielleicht erinnern auch Sie sich noch daran - kamen wir schließlich, ein Jahr später, auf die Idee, dass ein solches Buchprojekt nicht einmalig bleiben muss, sondern dass wir, Sie und ich gemeinsam, dazu in der Lage sind, weiterzuhelfen. Und dass wir es noch einmal schaffen könnten, uns zusammenzufinden, um Hand in Hand denen zu helfen, die hilflos sind. Und so folgten unsere gemeinsamen Buchprojekte „Morgenwind“, „Im Auftrag des Himmels“ und „Mitleid ist nicht genug“.
Fünf Jahre, liebe Leserinnen und Leser, haben wir es nunmehr geschafft, uns auf diese Weise nicht aus den Augen zu verlieren. Wir haben es geschafft, Jahr für Jahr an einer Gemeinschaft festzuhalten, die zueinander steht und fest zusammenhält, wenn es darum geht, denen zu helfen, die unsere Hilfe brauchen.
Und so hoffe ich, dass Sie mir auch bei meinem neuen Projekt treu bleiben werden: „Jankers Versprechen“ ist der Titel meines neuen Buches. Ein Buch, dessen Anfang anmutet wie eine Fabel, wie ein Märchen aus der Tierwelt, das uns aber schon bald eine erschütternde Wahrheit vor Augen führt. Denn „Jankers Versprechen“ erzählt nicht nur die Geschichte des jungen Fuchses Janker, der im Frieden seines Landes geboren wurde und sich auf den Weg in die Welt macht, um die Menschen kennen zu lernen, sondern auch die Geschichte abertausender Füchse, die genau wie Janker und seine Freunde jeden Tag, jede Stunde und jede Minute erfahren müssen, dass das „Gesetz der Feindschaft“ noch immer bittere Realität ist.

Liebe Leserinnen und Leser, vielleicht fragen Sie sich, warum ich dieses Mal ein Buch über Füchse geschrieben habe. Ich möchte Ihnen an dieser Stelle keine Antwort darauf geben. Aber wenn Sie die Geschichte meines kleinen Helden Janker gelesen haben, werden Sie wissen, warum ich sie aufgeschrieben habe. Und Sie werden verstehen, warum Jankers Geschichte meine ganz persönliche Geschichte ist. Vielleicht wird es Ihnen am Ende sogar genauso gehen wie mir, und Sie haben Ihr Herz verloren, an diese wundervollen, hochintelligenten Geschöpfe.

Liebe Leserinnen und Leser, selbstverständlich wird der gesamte Erlös des neuen Buches wieder in den geplanten Bau des neuen Katzenhauses fließen, für das wir seit einigen Jahren gemeinsam kämpfen. Leider mussten wir inzwischen ernüchtert akzeptieren, dass alles seine Zeit braucht, angefangen von der Standortwahl über den endgültigen Entwurf bis hin zur vorläufigen Baugenehmigung. Das alles ist mittlerweile geklärt, und auf dem Sonderkonto, auf dem alle für das Katzenhaus zweckgebundenen Spenden eingezahlt werden, ruht auch bereits eine beachtliche Summe. Für einen Hausbau aber reicht sie noch nicht aus. Und wir werden mit dem Bau erst beginnen, wenn die Bausumme entweder finanziell oder aber auch durch Materialspenden abgedeckt ist. Wir möchten auf keinen Fall mit den momentan vorhandenen Mitteln starten, und dann, mit Blick auf die wirtschaftliche Lage, einen Einbruch verzeichnen und schließlich vor Ihnen eine Bauruine verantworten müssen.
Wir sind also weiterhin auf Ihre Hilfe angewiesen, um unser Ziel zu erreichen. Und darum bitte ich Sie auch in meinem diesjährigen Brief: Helfen Sie mir noch einmal, denen zu helfen, die unsere Hilfe brauchen! Helfen Sie mir durch den Kauf meines neuen Buches, das Projekt „Neues Katzenhaus“ verwirklichen zu können! Ich bin sicher, gemeinsam werden wir es schaffen. Denn auch wenn wir akzeptieren mussten, dass alles eine Frage der Zeit ist, so haben wir auch gelernt, dass es nicht weniger eine Frage unserer Verbundenheit ist.

Ich bedanke mich für Ihre Unterstützung und das Vertrauen, das Sie mir in den letzten fünf Jahren entgegen gebracht haben.

Ihre Beate Rost


H E R B S T B R I E F   2 0 0 8 

Liebe Leserinnen, liebe Leser, liebe Freunde des Tierheims Paderborn!
Es ist mittlerweile schon fast zu einer kleinen Tradition geworden, dass ich Ihnen einmal im Jahr einen Brief schreibe, in dem ich Ihnen von den Ereignissen der vergangenen Monate und meinen Hoffnungen für die Zukunft erzähle.
Seit nunmehr vier Jahren arbeiten wir jetzt gemeinsam an der Verwirklichung eines Projektes, das sowohl von uns als auch von den Tierschützern vor Ort in Paderborn eine Menge Durchhaltekraft und Ausdauer verlangt: Das Projekt „Neues Katzenhaus“ im Tierheim Paderborn.
Da viele von Ihnen bislang nicht die Möglichkeit hatten, den Verlauf der bisherigen Bemühungen bezüglich des Neubaus verfolgen zu können, möchte ich Ihnen zunächst in einer kurzen Zusammenfassung schildern, wie beschwerlich es sein kann, ein Zuhause für diejenigen bauen zu wollen, die keines mehr haben:
Nachdem im Jahr 2006 ein optimaler Platz für ein neues Katzenhaus auf dem Gelände des Tierheims gefunden zu sein schien, erstellten zwei Baufirmen erste Kalkulationen. Diese beliefen sich auf circa 50.000 Euro. Der Vorstand wurde darauf hingewiesen, dass zur genauen Planung aber die Kanal- und Leitungspläne des Geländes benötigt werden. Nach mehreren Monaten teilte die Stadt Paderborn mit, dass es keine Pläne von den alten, ehemals städtischen Kläranlagen, die seinerzeit zum Tierheim umfunktioniert wurden, gäbe. Der Vorstand veranlasste daraufhin, dass der Grund und die Kanalleitungen vor Ort geprüft wurden, mit dem enttäuschenden Ergebnis: Das Haus kann an der geplanten Stelle nicht errichtet werden, da die Zufahrt über marode Kanalsysteme führt. Das Risiko der späteren Einsturzgefahr sei zu groß.
Die Suche nach Alternativen begann. Man fand einen neuen möglichen Standort in Form eines Anbaues rechts neben dem Haupthaus. Allerdings waren dort nur noch 4 m eigenes Grundstück verfügbar, sodass für das Außengehege ein Teil des benachbarten Waldes hätte dazu genommen werden müssen.
Der Vorstand erkundigte sich bei der Stadt Paderborn, ob für den geplanten neuen Standort überhaupt mit einer Baugenehmigung gerechnet werden könne. Die Antwort versprach Hoffnung: Es hieß, es spräche grundsätzlich nichts dagegen.
Ein Architekt plante daraufhin ehrenamtlich das Katzenhaus entsprechend des neuen Standortes um. Einige Monate später war die Zeichnung und die darauf aufbauende neue Kalkulation fertig. Durch bauliche Auflagen, wie zum Beispiel die Anpassung an die Firsthöhe des bereits bestehenden Hauses, belief sich die Kalkulation nun auf das doppelte. Der Vorstand sprach daraufhin mehrere Großunternehmen zwecks Materialspenden an. Leider ohne durchschlagenden Erfolg. Es folgten weitere Gespräche mit der Stadt Paderborn, die uns schließlich mitteilte, den geplanten Neubau vorerst nicht bezuschussen zu können. Auch eine Baugenehmigung könne erst erteilt werden, wenn der größte Teil der erforderlichen Bausumme vom Tierschutzverein selbst aufgebracht werden könne. Zwischenzeitlich musste wegen absoluter Überbelegung des alten Katzenhauses zweimal ein absoluter Aufnahmestop erteilt werden. Im Januar 2008 galt ein großer Teil des alten Katzenhauses als einsturzgefährdet. Der Vorstand versuchte in seiner Not erneut der Stadt Paderborn klar zu machen, dass der Katzenhausneubau umgehend und ohne Verzögerung erforderlich sei, um die Aufnahme der ständig wachsenden Zahl von Katzen bewältigen zu können. Bis heute ohne Ergebnis.

Liebe Leserinnen und Leser, für uns bedeutet das, dass wir es allein schaffen müssen. Dass wir allein eine Summe aufbringen müssen, die uns bei dem vorhandenen Budget fast utopisch erscheint. Trotzdem denke ich, dass wir uns durch keine Hürde und durch kein Hindernis aufhalten lassen dürfen. Wir brauchen eine dauerhafte Lösung für unsere Katzen. Ein einsturzgefährdetes, zugiges Holzhaus kann diese Lösung nicht sein.
Wir haben vor vier Jahren gemeinsam ein Tierschutzprojekt geschaffen, in dem sich Fremde zu Freunden zusammen gefunden haben, um ein gemeinsames Ziel zu verfolgen: Denen zu helfen, die hilflos sind, den Tieren im Tierheim Paderborn. Ich wünsche mir sehr, dass wir dieses Ziel auch weiterhin gemeinsam verfolgen. Wir dürfen nicht aufgeben. Auch dann nicht, wenn unser Projekt sich weder heute noch morgen realisieren lässt, und mit einem Baubeginn voraussichtlich erst im Jahr 2010 zu rechnen ist. Wir müssen versuchen, die erforderliche Summe für das dringend benötigte neue Katzenhaus aufzubringen. Selbstverständlich ruht auf einem Sonderkonto bereits zweckgebunden eine ansehnliche Summe, die zum großen Teil durch Ihre Hilfe zusammengetragen werden konnte, aber für eine Alleinfinanzierung reicht sie noch nicht aus.
Lassen Sie uns der Stadt Paderborn zeigen, dass es Menschen gibt, die sich nicht aufhalten lassen, die sich einsetzen und sich stark machen und die mehr tun, als nur Mitleid zu zeigen.
Liebe Leserinnen und Leser, ich möchte Ihnen an dieser Stelle nun mein neues Buch vorstellen, dessen Erlös wieder zu 100% in den Bau des geplanten Katzenhauses fließen wird:
„Mitleid ist nicht genug!“, ist der Titel dieses neuen Buches, in dem ich dazu auffordere, hinzusehen, das Schweigen zu brechen und sich einzumischen, wenn das Unrecht gegenüber unseren Tieren offensichtlich wird.
Anhand vielschichtiger Gedanken, Informationen und Erzählungen versuche ich den Leser aus seiner sicheren Distanz zu locken, ihn als Beobachter mitten in die Welt zu holen, die es zu verändern gilt.
Nehmen Sie meine Einladung an, mit mir einen ganzen Tag in einem Tierheim zu verbringen oder einen Vormittag auf dem Berliner Gendarmenmarkt, um sich ein Bild vom armseligen Leben der Stadttauben zu machen. Schauen Sie gemeinsam mit mir hinter die Kulissen der farbenprächtigen Zirkuswelt. Lernen Sie Aron, Käthe und Jimmy kennen, drei Hunde, die skrupellos in einer Tierarztpraxis entsorgt werden sollten. Und fiebern Sie mit, wenn 32 Welpen aus den Händen eines gewissenlosen Massenzüchters befreit und in Sicherheit gebracht werden müssen.

Lassen Sie sich noch einmal überzeugen, mehr zu tun, als nur Mitleid zu zeigen und bleiben Sie Teil einer Gemeinschaft, die sich aktiv für den Schutz und die Rechte unserer Tiere einsetzt. Helfen Sie mir durch den Kauf dieses Buches, das Projekt „Neues Katzenhaus“ zu verwirklichen! Gemeinsam können wir es schaffen!

Für Ihr Vertrauen und Ihre langjährige Unterstützung danke ich Ihnen von ganzem Herzen.

Ihre Beate Rost



Wenn Sie das Projekt „Neues Katzenhaus“ über den Kauf des Buches hinaus unterstützen wollen, wäre ich Ihnen sehr dankbar, wenn Sie Ihre Spende auf mein Tierschutzkonto (Beate Rost, Konto: 3350147 / BLZ: 10070024 Deutsche Bank) mit dem Verwendungszweck Katzenhaus überweisen würden.
Bitte denken Sie daran, dass jeder einzelne Euro zählt!


H E R B S T B R I E F   2 0 0 7 

Liebe Leserinnen, liebe Leser, liebe Freunde des Tierheims Paderborn!
In diesem Jahr schreibe ich Ihnen zu einer ungewohnten Zeit. Der Herbst hat gerade erst Einzug gehalten, und niemand von uns denkt schon jetzt an Weihnachten und an die damit verbundenen langen, kalten Winterabende. Dennoch möchte ich Sie schon heute mit meiner neuen Winter-Geschichte auf Schneestürme, frostige Temperaturen und auf die ersten Abende bei Kerzenlicht und wärmendem Tee einstimmen.

„Im Auftrag des Himmels – oder: Wie sehen eigentlich Engel aus?“ ist der Titel dieser neuen Geschichte, mit der ich Sie in den tiefen Winter Nordhessens, auf den Rosenhof, einladen möchte. Folgen Sie dort den „Helden“ meiner Erzählung, dem Landtierarzt Hannes Petersen und seinem Freund Jochen Matthiesen, um gemeinsam mit ihnen eine Geschichte zu erleben, die nicht nur von einem außergewöhnlichen Hund erzählt, sondern auch von einer großen Liebe und von der Notwendigkeit, im entscheidenden Moment sein Herz zu öffnen, um erkennen zu können, dass die Wegweiser des Lebens nicht immer von uns selbst aufgestellt werden.„Im Auftrag des Himmels“ präsentiert sich in einer gebundenen Hardcover-Ausgabe, die sich genauso gut zum Selbstlesen, wie auch als Geschenk an Freunde eignet. Und als Weihnachtsgeschenk ist sie geradezu ideal. Aber vor allem würden Sie mit dem Kauf dieses neuen Buches wieder große Hilfe leisten. Denn der Erlös wird vollständig in den Bau des geplanten Katzenhauses im Tierheim Paderborn fließen, das mittlerweile mehr als dringend erforderlich ist.

In meinem letzten Brief erzählte ich Ihnen von dem alten, maroden Katzenhaus. Ich hatte damals gerade einen ganzen Tag lang in diesem viel zu kleinen, zugigen und morschen Holzhaus inmitten seiner Bewohner verbracht. Als ich dann am Abend zurück nach Berlin fuhr, hatte ich nur noch einen Gedanken: Ich musste etwas tun, mir etwas einfallen lassen – ich musste helfen. Allein aber war mir das nicht möglich. Und so bat ich Sie, liebe Leserinnen und Leser, vor fast einem Jahr um Ihre Unter-stützung. - Ich erfuhr eine unerwartete Resonanz, eine Hilfsbereitschaft, auf die ich nie zu hoffen gewagt hätte, und mit der Sie bewiesen haben, dass wir nicht nur ein Leserkreis sind, sondern Tierschützer, die bereit sind zu helfen, wenn Hilfe erforderlich ist.
Das Projekt „Neues Katzenhaus“ war geschaffen!
Aber ein Projekt wie dieses ist auch in der langjährigen Paderborner Tierheimgeschichte eine Premiere. Der Kostenvoranschlag für ein massives Stein-auf-Stein Haus mit sinnvoll durchdachten Unter-bringungsmöglichkeiten und einem überdachten Außengehege beläuft sich auf eine Summe, die für den Tierschutzverein nur schwer aufzubringen ist. Die Hälfte dieser erforderlichen Summe, die nicht zuletzt durch Sie, liebe Leserinnen und Leser, zusammen gekommen ist, ruht bereits zweckgebunden auf einem Sonderkonto. Baubeginn wird aber erst dann sein, wenn sicher gestellt ist, dass das Haus komplett bezahlt werden kann. Die Gefahr, dass Spendengelder schlussendlich in einer Bauruine stecken, die wegen Geldmangels nicht zu Ende gebaut werden kann, wäre zu groß. Und dieses Risiko einzugehen, wäre Ihnen und allen anderen Spender/Innen gegenüber verantwortungslos.

Es wird also voraussichtlich noch ein weiteres Jahr dauern, bis der erste Spatenstich gesetzt werden kann. Ein weiteres Jahr, in dem wir tagein, tagaus die schmerzliche Erfahrung machen müssen, mit dem alten, maroden Holzhaus an die Grenzen unserer Möglichkeiten zu stoßen. Denn die Zahl der Katzen, die im Tierheim abgegeben werden, erhöht sich zurzeit täglich. Seit Anfang Mai wurden weit über 200 Katzen aufgenommen – ein trauriger Rekord. Viele der Neuankömmlinge waren trächtig – sodass auch die Zahl der Babys zeitweise auf über 80 anstieg. Zweimal musste in diesem Jahr bereits ein absoluter Aufnahmestopp verhängt werden. Durch die Überbelegung des viel zu kleinen Holzhauses kam unweigerlich Stress unter den Tieren auf, und Krankheiten wie Schnupfen oder Durchfall waren an der Tagesordnung.
Ein Zustand, von dem ich mir im August dieses Jahres selbst ein Bild gemacht habe. Hilflos stand ich mitten im Gedränge: Muttertiere - ausgemergelt und selbst kaum ein Jahr alt - abgegeben mitsamt ihren Würfen, Fundkatzen, die wahrscheinlich zur Urlaubszeit überflüssig geworden waren, Abgabekatzen wegen Allergie, Trennung und Wohnungswechsel, alte und junge Katzen, aber vor allem unzählige Babys.

Ganze Würfe, die ohne ihre Mütter abgegeben oder gefunden wurden. Zusammengekauert saßen sie da und sahen mich aus ihren großen, unschuldigen Augen an. Unzählige kleine Leben, die ein Recht auf eine Zukunft haben.

Und darum, liebe Leserinnen und Leser, hoffe ich, dass ich noch einmal auf Sie zählen darf! Helfen Sie uns durch den Kauf meines neuen Buches, den Bau des neues Katzenhauses baldmöglichst in Angriff nehmen zu können.

Ich bedanke mich für Ihr Vertrauen, Ihre Anerkennung und Ihre Hilfe und wünsche Ihnen allen einen sonnigen Herbst, bunte Spaziergänge und gemütliche Abende bei Kerzenlicht und wärmendem Tee.

Es ist ein gutes Gefühl, einen Weg nicht allein gehen zu müssen.

Ihre Beate Rost


W E I H N A C H T S B R I E F   2 0 0 6 

Liebe Leserinnen und Leser, liebe Freunde des Tierheims Paderborn!

Das Jahr geht zu Ende, und es ist an der Zeit, mich bei Ihnen zu bedanken:
Für die Hilfe und das Vertrauen, auf das ich uneingeschränkt auch in diesem Jahr wieder zählen durfte. Für die vielen, lieben Briefe, die Sie mir seit Erscheinen meines zweiten Buches „Morgenwind“ Anfang des Jahres geschickt haben und in denen Sie mir Ihre Anerkennung und Wertschätzung schenkten. Und nicht zuletzt für den Erfolg meiner Bücher „Endstation Hoffnung“ und „Morgenwind“, die beide nur durch Sie zu dem werden konnten, was sie heute sind: Tierschutzprojekte, die helfen und aufmerksam machen.

Ich danke Ihnen allen für diese Allianz der Hoffnung und Zuversicht.

Das Jahr geht zu Ende. Zurück lässt es die vielen kleinen und großen Geschichten, die unser Leben im Tierschutz bereichern, die uns aber auch so manches Mal entmutigen und traurig machen. Es sind Geschichten, in denen Entsetzen und Freude sich abwechseln, sich Resignation und Hoffnung miteinander verweben, in denen traurige von wunderschönen Momenten abgelöst werden und hin und wieder sogar Tränen des Glücks hervorrufen.

Im Tierheim Paderborn müssen die Mitarbeiter nicht nur mit dieser Flut von Gefühlen zurecht kommen, sondern sich zusätzlich tagein, tagaus auch mit den belastenden Existenznöten auseinandersetzen.

Liebe Leserinnen und Leser, Sie haben mich in Ihren Briefen oft gefragt, ob sich die damaligen „Ängste vor dem Aus“ im Paderborner Tierheim mittlerweile gelegt haben.

Entspannt hat sich die Situation durchaus. Die Mannschaft des Paderborner Tierheims hat sich und uns in den letzten beiden Jahren bewiesen, dass es zu schaffen ist, wenn man zusammen hält. Trotzdem wird es weiterhin ein ständiger Kampf ums Überleben bleiben. Ein Ausruhen wird es im Tierheim Paderborn wohl noch lange nicht geben. Täglich steht das Team erneut vor alten Problemen, vor längst bekannten Sorgen und scheinbar unlösbaren Aufgaben. Eine der größten momentanen Sorgen ist das 16 Jahre alte und mittlerweile viel zu klein gewordene Katzenhaus. Das Holz ist durch Witterungseinflüsse und tägliche Reinigung marode geworden. Die mühseligen Ausbesserungsarbeiten verlieren mehr und mehr den Sinn. Aber die Kosten für ein neues Katzenhaus übersteigen natürlich das vorhandene Budget, das gerade einmal die laufenden Kosten für Futter, Personal und Tierarzt decken kann.

Ich habe mir dieses alte Haus angesehen. Einen ganzen Tag lang habe ich mich inmitten seiner Bewohner aufgehalten.
Ich habe Iffi, den grauen Kater kennen gelernt, der zurückhaltend und scheu im Hintergrund saß und gegen seine verschmuste Konkurrenz keine Chance hatte. Und die Katze Ophelia, die in einem so schlechten Gesundheitszustand im Tierheim abgegeben wurde, dass sie viele Wochen auf der Krankenstation verbringen musste. Und Süzette, die von ihren Besitzern nach einem Umzug schlicht und einfach in der Wohnung zurückgelassen wurde und nun die Welt nicht mehr versteht. Ich habe Franzi kennen gelernt, die sich in den kleinen Räumen und inmitten all der anderen Katzen einfach nicht einleben kann und nur angespannt dasitzt. Und Maxima, die kleine schwarz-weiße Katze mit den bernsteinfarbenen Augen, die sich nicht nur den Platz in meinem Arm, sondern auch in meinem Herzen gleich in den ersten Minuten meiner Anwesenheit erobert hatte.

Einen ganzen Tag lang war ich in ihrer Mitte. Ich habe gefüttert, gestreichelt, gespielt, geschmust und lieb gewonnen. Können Sie sich vorstellen, mit welchem Gefühl ich sie am Abend zurückgelassen habe? In diesem alten Holzhaus, das im Laufe der Jahre morsch, zugig und viel zu klein geworden ist? Es war dieses Gefühl, etwas tun zu müssen, sich etwas einfallen lassen zu müssen, helfen zu müssen.

Ich habe lange überlegt, ob es uns, liebe Leserinnen und Leser, gemeinsam möglich ist, zu helfen. Vielleicht könnten Sie bei der Auswahl Ihrer Weihnachtsgeschenke an unseren „Morgenwind“ denken. Der Reinerlös wird gezielt zu 100% für das Projekt: „Neues Katzenhaus“ eingesetzt. Mit dem Kauf des Buches helfen Sie, das dringend erforderliche neue Katzenhaus zu bauen und gleichzeitig können Sie einem lieben Menschen eine Freude machen.
Vielleicht wäre es uns allen aber auch möglich, einmal für uns zu prüfen, ob nicht eine zusätzliche Spende im Rahmen der eigenen finanziellen Gegebenheiten machbar wäre. Ich bin mir durchaus bewusst, dass Spendenaufrufe mittlerweile fast zum Alltag gehören. Aber ich bin auch davon überzeugt, dass unsere Lesergemeinschaft die Notwendigkeit dieser Überlegung erkennt. Gemeinsam könnten wir dem Paderborner Tierheim unter die Arme greifen und gemeinsam könnten wir zeigen, dass wir uns nicht nur als Leserkreis zusammen gefunden haben, sondern als Tierschützer, die bereit sind zu helfen, wenn Hilfe erforderlich wird.

Und als Erinnerung an unsere gemeinsame Zeit werden wir dann irgendwann auf einer Namenstafel im neuen Katzenhaus lesen:

„Danke den Leserinnen und Lesern des Buches Morgenwind“.

Nun wünsche ich Ihnen allen eine gemütliche Adventszeit, ein besinnliches Weihnachtsfest und ein erfülltes, glückliches Jahr 2007.

Ihre Beate Rost

Wenn Sie das Projekt „Neues Katzenhaus“ unterstützen wollen, wäre ich Ihnen sehr dankbar, wenn Sie Ihre Spende auf das von mir eröffnete Tierschutzkonto (Beate Rost, Konto: 3350147 /BLZ: 10070024 Deutsche Bank) mit dem Verwendungszweck Katzenhaus überweisen würden.

Jeder Euro zählt!


I N F O B R I E F   W I N T E R   2 0 0 5 

Liebe Leserinnen und Leser meines Buches „Endstation Hoffnung“, liebe Freunde des Tierheims Paderborn,

vor einiger Zeit las ich in einem Tierheim-Magazin einen kleinen Artikel mit der Überschrift „Ängste sind heilbar, mit Freunden an seiner Seite“. Gemeint waren die Ängste des Paderborner Tierheims. Die Ängste vor dem Aus. Die finanzielle Misere des Tierheims sprengte zu diesem Zeitpunkt jeglichen Rahmen. Die Rechnungen stapelten sich. Die Situation glich einer Katastrophe.
Ich las in diesem Artikel über mein Buch „Endstation Hoffnung“. Es hieß, dass es mehr erreicht habe, als dem Tierheim eine finanzielle Linderung zu schaffen, nämlich dass es aufmerksam gemacht und die Herzen der Leser erreicht hat. Durch „Endstation Hoffnung“ hätten die Menschen vom Tierheim Paderborn erfahren, sich erkundigt, Interesse gezeigt. Sie wollten helfen, weit über den Kauf des Buches hinaus. Zusätzliche Spenden gingen ein, ja sogar Patenschaften wurden übernommen.

Dann las ich den letzten Satz dieses Artikels:
Beate Rost hat mit ihrem Buch ein Tierschutzprojekt geschaffen, in dem sich Fremde zu Freunden zusammenfanden, um ein gemeinsames Ziel zu verfolgen: Denen zu helfen, die hilflos sind.
Diesen Satz musste ich mehrmals lesen. Ich dachte an die vielen Zuschriften, die ich von Ihnen, meine lieben Leser und Leserinnen im letzten Jahr bekommen hatte, an die große positive Resonanz, die mich in meiner Arbeit immer wieder bestärkt und motiviert hat, und nicht zuletzt an die zahlreichen Anfragen nach einer Fortsetzung meines Buches. In diesem Moment kam mir der Gedanke, dass ein solches Projekt nicht einmalig bleiben muss, sondern dass wir gemeinsam, Sie und ich, dazu in der Lage sind, weiter zu helfen. Und dass wir es noch einmal schaffen könnten, uns zusammenzufinden, um Hand in Hand denen zu helfen, die Hilfe brauchen: den Tieren im Paderborner Tierheim.Der erste Schritt unseres neuen Projektes ist nun abgeschlossen.

Im November 2005 ist mein Buch „Morgenwind“ erschienen. Den Titel habe ich ganz bewusst ausgewählt. Er soll für Neuanfang und Aufbruch stehen. Unter dieses Motto habe ich auch die fünf Geschichten meines neuen Buches gestellt, in denen ich unter anderem aus dem Leben der Beaglehündin Juli erzähle, die in einer Versuchstierzucht geboren wurde, deren Bestimmung aber eine ganz andere war, als im Dienste des Menschen zu sterben. Die Geschichte des Jagdhundes Timmy und der seines Retters, des alten Försters Erich von Bergen, zeigt, wie wir Menschen nicht nur mit den Tieren, sondern auch miteinander umgehen: Herzlos, gedankenlos, grausam. Und gemeinsam mit Iras, einem alten, weisen Schäferhund, der die Taten der Menschen in das große Buch der Abrechnung einträgt, bitte ich den Leser, mich in eine Welt zu begleiten, über die es nachzudenken gilt, solange die Zeit dafür noch bleibt.

Wenn Sie möchten, dann folgen Sie Juli, Timmy, Fussel und all den anderen ein Stück ihres Weges. Nehmen Sie Anteil an ihrem Aufbruch in ein neues Leben. Und lassen Sie sich trösten von der Erkenntnis, dass Tierschutz allen Widerständen zum Trotz immer ein Weg der Hoffnung sein wird.

Helfen Sie mir noch einmal, denen zu helfen, die hilflos sind: Den Tieren im Paderborner Tierheim!
Machen Sie gemeinsam mit mir den zweiten Schritt, damit auch „Morgenwind“ zu einem wirklich helfenden Tierschutzprojekt wird
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Ihre Beate Rost