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E I N   N E U E S   P R O J E K T   I M   T I E R H E I M   P A D E R B O R N 

Liebe Leserinnen und Leser,

wie Sie alle wissen, werde ich dem Tierheim in Paderborn auch nach Abschluss des Katzenhausneubaues treu bleiben. Ich habe mich entschieden, ein neues Projekt in Angriff zu nehmen. Ein weitaus kleineres Projekt als das letzte, und doch zu groß, um es ganz allein verwirklichen zu können:

Ich möchte zwei neue Hundeausläufe mit gut isolierten Ruhehütten bauen. Entstehen sollen die Gehege auf dem Gelände des alten Katzenhauses. Eine erste Kalkulation beläuft sich - incl. der Abrissarbeiten - auf circa 4000 Euro.

Ich würde mich freuen, wenn ich Sie davon überzeugen könnte, mit mir zusammen diese neue Aufgabe zu bewältigen. Lassen Sie uns unseren Weg weiterhin gemeinsam gehen und auch in Zukunft denen helfen, die unsere Hilfe brauchen: den Tieren im Tierheim Paderborn.

Zeichnung der neuen Ausläufe:

zeichnungneuehundeauslaeufeimthpb.pdf [279 KB]

Tierschutzkonto: 3350147
BLZ: 10070024 Deutsche Bank
Verwendungszweck: Hundeauslauf


W I E   G E H T   E S   W E I T E R ? 

Liebe Tierschutzfreunde,

nachdem wir am 25. September 2011 die Einweihung des neuen Katzenhauses im Tierheim Paderborn gefeiert haben, wurde ich oft gefragt, wie es weitergeht, ob der Erlös meiner Bücher nun einem anderem Projekt zugute kommen wird, und ob ich gegebenenfalls auch bereit sei, mit meinen Büchern einem anderen Tierheim zu helfen.

Die meisten von Ihnen wissen, dass meine Verbindung zum Tierheim Paderborn ihren Anfang bereits Ende der achtziger Jahre nahm, als mir der damalige Vorstand die Leitung des Tierheimes anbot. Es ist eine langjährig gewachsene Freundschaft, die das Tierheim und mich verbindet. Eine Freundschaft, die seit vielen Jahren auf sicherem Fuß steht.
Als ich im Jahr 2004 davon erfuhr, dass das Tierheim in Paderborn unverschuldet in eine finanzielle Krise geraten war, und von einem auf den anderen Tag das Geld fehlte, um das tägliche Brot der Tiere zu sichern, lebte ich schon über 10 Jahre in Berlin und meine Besuche im Tierheim in Paderborn waren selten geworden. Trotzdem entschied ich mich spontan, „meinem“ alten Tierheim mit dem Verkaufserlös des damals zeitgleich erschienenen Buches „Endstation Hoffnung“ zu helfen. Selbstverständlich hatte sich das Tierheim nach all den Jahren meiner Abwesenheit verändert. Auch die Mannschaft des Tierheimes war längst eine andere. Aber eines war uns allen über die Jahre geblieben: Das Füreinander auch in den schwersten Zeiten nicht aus den Augen zu verlieren.
Und so führte mich mein Weg vor sieben Jahren dorthin zurück, wo meine Wurzeln sind, wo alles begann und wo die wichtigsten Weichen meines Lebensweges gestellt worden waren. Und wo ich nach so vielen Jahren von Neuem gute Freunde fand.
Ich bin sicher, Sie alle werden verstehen, dass ich diese Freundschaft nicht einfach auswechseln kann.

Das Projekt "Neues Katzenhaus" ist abgeschlossen. Der Verkaufserlös meiner Bücher und alle bei mir eingehenden Spenden werden noch bis Ende des Jahres 2011 für die Inneneinrichtung des Hauses verwendet.

Danach werde ich mich für ein neues Projekt im Tierheim Paderborn entscheiden. Ich werde Sie an dieser Stelle über Einzelheiten rechtzeitig informieren.

Schon heute aber hoffe ich von ganzem Herzen, dass wir unseren Weg auch in Zukunft gemeinsam gehen werden.

Ihre Beate Rost


E I N W E I H U N G   D E S   N E U E N   K A T Z E N H A U S E S   I M   T H   P A D E R B O R N 

Liebe Leserinnen und Leser, liebe Tierschutzfreunde!

Am 25. September 2011 war es nun endlich soweit! Das neue Katzenhaus im Tierheim Paderborn wurde offiziell eingeweiht.

"Sieben Jahre, liebe Leserinnen und Leser, haben wir nun gemeinsam an diesem Ziel gearbeitet. Wir haben es geschafft, Jahr für Jahr an einer Gemeinschaft festzuhalten, die zueinandersteht und fest zusammenhält. Unermüdlich und mit beharrlichem Einsatz haben wir Seite an Seite gearbeitet, um die Welt für unsere Schützlinge im Tierheim Paderborn ein wenig freundlicher und liebevoller zu gestalten. Heute steht niemand von uns mit leeren Händen da. Niemand mit leerem Herzen. Wir dürfen uns gemeinsam an einem unglaublichen Erfolg erfreuen."

Diesem Auszug aus dem Sommerbrief 2011 möchte ich nicht mehr viel hinzufügen. Nur eines noch:
DANKE, dass Sie mich in all den Jahren unterstützt und immer an mich und an das Paderborner Team geglaubt haben und nie an der Verwirklichung dieses Projektes zweifelten.


F O T O G A L E R I E   -   O F F I Z I E L L E   E I N W E I H U N G 

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S O M M E R B R I E F   2 0 1 1 

Liebe Leserinnen und Leser, liebe Freunde des Tierheims Paderborn!

Ganz sicher wundern Sie sich, meinen Jahresbrief zu dieser recht ungewohnten Zeit zu erhalten. Aber ich möchte nicht länger warten, Ihnen zwei erfreuliche Neuigkeiten zu erzählen:

Unser gemeinsames Projekt, der Bau des neuen Katzenhauses im Tierheim Paderborn, nimmt Gestalt an. Nachdem bereits im November 2010 die ersten Bauarbeiten begonnen haben, feierten die Paderborner Tierschützer, trotz des frühen Wintereinbruchs, bereits im Februar 2011 Richtfest. Und wenn alles so weitergeht wie geplant, wird das Haus im August 2011 „bezugsfertig“ sein.

Sieben Jahre, liebe Leserinnen und Leser, haben wir nun gemeinsam an diesem Ziel gearbeitet. Wir haben es geschafft, Jahr für Jahr an einer Gemeinschaft festzuhalten, die zueinandersteht und fest zusammenhält. Unermüdlich und mit beharrlichem Einsatz haben wir Seite an Seite gearbeitet, um die Welt für unsere Schützlinge im Tierheim Paderborn ein wenig freundlicher und liebevoller zu gestalten. Heute steht niemand von uns mit leeren Händen da. Niemand mit leerem Herzen. Wir dürfen uns gemeinsam an einem unglaublichen Erfolg erfreuen.

Liebe Tierschutzfreunde, oft werde ich gefragt, warum ich mit meinen Büchern ausgerechnet das Tier-heim in Paderborn unterstütze. Warum nicht eines in Berlin? Oder eines in Hamburg? Oder in Leipzig? Die meisten von Ihnen wissen, dass meine Verbindung zum Tierheim Paderborn ihren Anfang bereits Ende der achtziger Jahre nahm, als mir der damalige Vorstand die Leitung des Tierheimes anbot. Es ist eine langjährig gewachsene Freundschaft, die das Tierheim und mich verbindet. Eine Freundschaft, die seit vielen Jahren auf sicheren Füßen steht.
Als ich im Jahr 2004 davon erfuhr, dass das Tierheim in Paderborn unverschuldet in eine finanzielle Krise geraten war, und von einem auf den anderen Tag das Geld fehlte, um das tägliche Brot der Tiere zu sichern, lebte ich schon über 10 Jahre in Berlin und meine Besuche im Tierheim Paderborn waren selten geworden. Trotzdem entschied ich mich spontan, „meinem“ alten Tierheim mit dem Verkaufserlös des damals zeitgleich erschienenen ersten Buches „Endstation Hoffnung“ zu helfen. Selbstverständlich hatte sich das Tierheim nach all den Jahren meiner Abwesenheit verändert. Auch die Mannschaft des Tierheimes war längst eine andere. Aber eines war uns allen über die Jahre geblieben: Das „Füreinander“ auch in den schwersten Zeiten nicht aus den Augen zu verlieren. Und so führte mich mein Weg vor sieben Jahren dorthin zurück, wo meine Wurzeln sind, wo alles begann und wo die wichtigsten Weichen meines Lebensweges gestellt worden waren. Und wo ich nach so vielen Jahren von Neuem gute Freunde fand.

Liebe Leserinnen und Leser, ein Ausruhen wird es im Tierheim Paderborn nicht geben. Das Team wird immer wieder vor alten und neuen Problemen, vor längst bekannten Sorgen und scheinbar unlösbaren Aufgaben stehen. Aber mit Freunden an seiner Seite kann jede Sorge geteilt, jede Aufgabe und jedes Problem gelöst werden. Das haben Sie mir und den Paderbornern in den letzten Jahren bewiesen. Und darum möchte ich Ihnen an dieser Stelle danken. Für Ihre Hilfe, Ihre Unterstützung und Ihre Freundschaft.

Und nun komme ich zur zweiten Neuigkeit, von der ich Ihnen in diesem Brief erzählen möchte: Ich habe ein neues Buch geschrieben.
„Notizen zum Tierschutz“ ist der Titel meines neuen Buches, in dem ich Ihnen von den Schwächen unserer Gesellschaft erzählen werde, von der Kälte und Härte, der Gedankenlosigkeit und Ungerechtigkeit gegenüber unseren Tieren, aber auch von der Hoffnung und dem Miteinander. Entstanden aus meinen persönlichen Notizen werde ich Ihnen kleine und große Geschichten erzählen. Geschichten, die unser Leben bereichern, die aber auch entmutigen und traurig machen. Geschichten, in denen Entsetzen und Freude sich abwechseln, sich Resignation und Hoffnung miteinander vermischen, in denen traurige von wunderschönen Momenten abgelöst werden, und hin und wieder auch Tränen des Glücks hervorrufen. Gemeinsam werden wir Erfolge und Niederlagen durchleben, Erwartungen haben und Enttäuschungen hinnehmen, Freundschaften knüpfen und Abschied nehmen.
In einem bunten Spektrum an Erzählungen, Berichten und Darstellungen werde ich auf die Lebensbedingungen unserer Tiere eingehen. Eine große Hoffnung verbinde ich damit, Ihnen anhand einiger ausgewählter Schwerpunktthemen ein besseres Verständnis zu verschiedenen Tierschutzproblematiken zu vermitteln. Vielleicht kann ich Sie mit dem einen oder anderen Beitrag auch davon überzeugen, sich aktiv gegen die Ausbeutung unserer Tiere einzusetzen. Möglicherweise werden Sie mir in manchen Tierschutzfragen auch gar nicht zustimmen, weil unsere Meinungen kontrovers sind. In jedem Fall aber freue ich mich, Sie mit diesem Buch in die Vielfalt meines Tierschutzalltages einladen zu dürfen.

Ihre Beate Rost


W I N T E R B R I E F   2 0 1 0 

Liebe Leserinnen, liebe Leser, liebe Freunde des Tierheims Paderborn!

Seit mehr als fünf Jahren arbeiten wir nun gemeinsam – sozusagen Buch für Buch – auf den Bau eines neuen, artgerechten Katzenhauses im Tierheim Paderborn hin. Heute - endlich - kann ich Ihnen die wunderbare Mitteilung machen:

Wir haben es geschafft!!!

Der erste Spatenstich des neuen Katzenhauses im Tierheim Paderborn rückt in greifbare Nähe. Nach zahllosen Bemühungen und Anträgen wurde im Haushaltsplan 2010 der Stadt Paderborn ein Zuschuss für den Bau des Katzenhauses gewährt. Zusammen mit der angesparten Summe, die bereits auf dem Sonderkonto ruht, ermöglicht diese Zusicherung dem Verein, noch in diesem Jahr mit dem Bau beginnen zu können. Geplant ist ein zweigeschossiges Gebäude mit insgesamt 240 Quadratmeter Grundfläche. Direkt daran wird sich ein 150 Quadratmeter großes Freigehege anschließen.
Liebe Leserinnen und Leser, viele von Ihnen werden sich noch an meinen Herbstbrief aus dem Jahr 2006 erinnern. Ich erzählte Ihnen damals von meinem Besuch in dem alten und viel zu klein gewordenen Katzenhaus im Tierheim Paderborn. Das Holz war durch Witterungseinflüsse und tägliche Reinigung marode geworden. Die mühseligen Ausbesserungsarbeiten hatten längst ihren Sinn verloren. Aber die Kosten für ein neues Katzenhaus überstiegen natürlich das vorhandene Budget, das gerade einmal die laufenden Kosten für Futter, Personal und Tierarzt decken konnte. Ich hatte damals einen ganzen Tag lang in diesem viel zu kleinen, zugigen und morschen Holzhaus inmitten seiner Bewohner verbracht. Als ich am Abend zurück nach Berlin fuhr, hatte ich nur noch einen Gedanken: Ich musste etwas tun, mir etwas einfallen lassen – ich musste helfen. Allein aber war mir das nicht möglich. Und so bat ich Sie, liebe Leserinnen und Leser, um Ihre Unterstützung. Und ich erfuhr eine unerwartete Resonanz, eine Hilfsbereitschaft, auf die ich nie zu hoffen gewagt hätte. Gemeinsam schufen wir das Projekt „Neues Katzenhaus“. Ein Projekt, in dem sich Fremde zu Freunden zusammenfanden, um ein gemeinsames Ziel zu erreichen, wie es damals in den Zeitungen hieß. Und obgleich die Finanzierung unseres Projektes fünf lange Jahre wie eine kaum zu stemmende Bürde erschien, haben wir jetzt dieses gemeinsame Ziel erreicht. Wie dringend erforderlich das ist, zeigt die derzeitige Situation vor Ort. Die Zahl der Katzen, die das Tierheim Paderborn täglich aufnehmen muss, steigt kontinuierlich. Die Vermittlung der Katzen wird dahingegen immer schwieriger. In Zeiten der eigenen finanziellen Nöte scheuen viele Menschen davor, Verantwortung für ein Tier zu übernehmen. Und so sind seit Jahren die vorhandenen Kapazitäten völlig erschöpft. Ein großer Teil der Katzen muss mittlerweile ständig in privaten Pflegestellen untergebracht werden. Aber oft sind auch diese maßlos überfüllt, sodass schlussendlich immer wieder ein absoluter Aufnahmestopp verhängt werden muss.
So war es auch im September 2010. Nichts ging mehr. Lediglich die Aufnahme verletzter und kranker Katzen, sowie die der Babykatzen, sollte weiterhin gesichert werden. So lautete die Entscheidung, die der Vorstand aus der Not heraus treffen musste. Niemand hatte allerdings damit gerechnet, was in den darauffolgenden Tagen auf das Tierheim zukommen sollte: Unzählige Babykatzen wurden abgegeben. Das Tierheim wurde überschüttet mit verletzten und kranken Tieren. Und völlig ungeachtet des Aufnahmestopps, wurden Katzen heimlich in Kartons und Körben vor dem Tor ausgesetzt.
Glück in einem solchen Unglück hatten in der Nacht zum 19. September der kleine Merlin und seine Familie. Man hatte ihn gemeinsam mit seiner Mutter und seinen zwei Geschwisterchen mitten in der Nacht vor dem Tor abgesetzt. Als man sie am darauffolgenden Morgen fand, hatten die Kleinen sich bereits aus eigener Kraft aus dem Karton, in dem man sie entsorgt hatte, befreit. Alle waren extrem abgemagert und schwach. Merlin selbst hatte sich in dieser Nacht einen schweren Infekt zugezogen, und sein Leben hing lange am seidenen Faden. Aber der kleine Kerl hatte doppeltes Glück. Eine Tierschutzfreundin verliebte sich umgehend in den Zwerg. Sie nahm ihn mit nach Hause und pflegte ihn gesund.
Merlins Geschichte ist nur eine von vielen. Ähnliche Fälle erleben die Tierschützer vor Ort täglich. Und täglich sind sie am Ende ihrer Möglichkeiten, nicht selten auch am Ende ihrer Kraft.
Das neue Katzenhaus wird nun diesen Notstand endlich beenden!

Liebe Leserinnen und Leser, der Herbst hat Einzug gehalten und das Jahr beginnt sich langsam von uns zu verabschieden. Die Tage werden kürzer und kälter, und die Zeit scheint ein wenig von ihrer lauten Rastlosigkeit zu verlieren. Ich möchte diese Zeit wieder zum Anlass nehmen, mich bei Ihnen für Ihre Unterstützung und Ihr entgegengebrachtes Vertrauen zu bedanken. Ohne Ihren Beistand und ohne Ihr Zutun wäre das alles nicht möglich gewesen.

Ich wünsche Ihnen eine gemütliche Adventszeit, ein frohes Weihnachtsfest und ein gesundes neues Jahr voller Glück, Erfolg und Zufriedenheit.

Ihre Beate Rost

P.S. All diejenigen, die in diesem Jahr vergebens auf ein neues Buch gewartet haben, möchte ich um ein bisschen Geduld bitten: Im nächsten Jahr geht’s weiter!!! Ich würde mich freuen, wenn Sie bei der Auswahl Ihrer Weihnachtsgeschenke meine bisher erschienenen Bücher berücksichtigen würden. Der Erlös aller Bücher fließt in das Projekt „Neues Katzenhaus – Inneneinrichtung“.


J Ä G E R ,   D I C H   S E H E N   V I E L E   A U G E N ! 

Liebe Leserinnen und Leser, seitdem mein letztes Buch „Jankers Versprechen“ erschienen ist, haben mich unzählige Briefe erreicht, in denen ich von Ihnen gefragt wurde, ob es möglich sei, irgendetwas gegen den in meinem Buch beschriebenen Jagdterror in unseren Wäldern zu tun. Die Lobby der Jäger sei doch sehr groß, und oftmals seien es schließlich auch die Jäger selbst, die in den Behörden das Geschehen in Feld und Flur kontrollieren.
Zunächst einmal möchte ich Ihnen sagen, dass ich mich über ihre Solidarität sehr freue. Und ich bedanke mich von Herzen für die zahlreichen Zuschriften zum Thema „Jagd“ und dafür, dass Sie, nachdem Sie „Jankers Versprechen“ aus der Hand gelegt haben, tatsächlich weiterhin über die Tiere in unseren Wäldern und ihr bedrohtes Leben nachdenken und sogar den Mut aufbringen, für sie einstehen zu wollen.
Ja, die Lobby der Jäger ist groß. Und die Mär, die sie verbreiten, sitzt tief in den Köpfen der Bevölkerung. Noch immer glauben viele Menschen in unserem Land daran, dass Überpopulationen allein durch Jäger reguliert werden können. Kaum jemand weiß, dass es in Wahrheit oft die Jäger selbst sind, die dafür sorgen, dass unkontrollierte Vermehrung der einzelnen Spezies stattfindet.
Liebe Leserinnen und Leser, Sie fragen mich, was wir gegen dieses Massenmorden in unserem Land tun können und welche Möglichkeiten wir haben, uns für das Recht der Tiere auf ein artgerechtes Leben in Frieden und Freiheit einzusetzen. Meine Antwort: Wir müssen uns informieren und unsere Sachkenntnis weitergeben, da noch immer viele Menschen nicht wissen, was die Jagd wirklich für unsere Tiere bedeutet. Und wir müssen uns mit unserem Wissen zusammenschließen, um nach außen Stärke zu zeigen. Umso größer eine Gemeinschaft ist, die sich kollektiv mit sachlichen Argumenten gegen die Jagd ausspricht, desto größer wird irgendwann auch deren Einfluss auf Politik und Öffentlichkeit sein.


5   J A H R E   B U C H P R O J E K T E   T I E R H E I M   P A D E R B O R N 

Herbstbrief 2009

Liebe Leserinnen, liebe Leser, liebe Freunde des Tierheims Paderborn!


Erinnern Sie sich noch daran, als ich Ihnen vor fünf Jahren mein erstes Buch „Endstation Hoffnung“ vorstellte? Ich erzählte Ihnen damals von einem Buch, in dem ich Erlebtes und Erfahrenes über Leid, Rettung und Neubeginn meiner Schützlinge aufgeschrieben hatte. Ein Buch, das ich nie geplant hatte, und das im Grunde nur ganz nebenbei entstanden war. Denn alles, was mir damals ausschließlich am Herzen lag, war einzig und allein meine Aufgabe im praktischen Tierschutz und das Wohl meiner Schützlinge. Der Gedanke, Bücher zu schreiben und Autorin zu werden, lag mir dabei fern und schien mir in meiner Arbeit völlig abwegig.
Aber manchmal kommen die Dinge im Leben eben, wie sie kommen müssen. Denn genau zu dem Zeitpunkt, als mein Buch „Endstation Hoffnung“ erschien, geriet das Tierheim in Paderborn unverschuldet in eine schwere finanzielle Krise. Die Angst vor dem Aus schwebte wie ein dunkler Schatten über der Arbeit der Paderborner Tierschützer. Natürlich stand für mich sofort fest, dass ich meinem alten Tierheim helfen musste. Und so kam mir etwas in den Sinn, von dem ich zu diesem Zeitpunkt nicht im Geringsten ahnte, was schon bald daraus entstehen sollte:
Ich machte aus meinem Buch ein Tierschutzprojekt. Und noch ehe ich mich versah, wurde dieses Buch seinem Titel gerecht. Ein ganzes Tierheim befand sich längst auf dem Weg in Richtung Endstation, aber kurz vor dem Aus, vor dem endgültigen Toresschluss, gaben Sie, die Leserinnen und Leser, den Menschen und Tieren im Tierheim Paderborn die Hoffnung zurück.
„Endstation Hoffnung“ verkaufte sich bundesweit und machte das Tierheim auch bundesweit bekannt. Es erreichte in kürzester Zeit die Herzen der Leser und es machte die Menschen aufmerksam. Sie erkundigten sich, zeigten Interesse, wollten helfen, weit über den Kauf des Buches hinaus. Zusätzliche Spenden gingen im Tierheim ein, Patenschaften wurden übernommen, ehrenamtliche Unterstützung wurde angeboten.
Es war etwas geschehen, das ich noch heute als ein kleines Wunder betrachte: Gemeinsam hatten wir ein Tierschutzprojekt geschaffen, in dem sich Fremde zu Freunden zusammenfanden, um ein gemeinsames Ziel zu erreichen: Denen zu helfen, die Hilfe brauchten, den Tieren im Tierheim Paderborn.
Und dann - vielleicht erinnern auch Sie sich noch daran - kamen wir schließlich, ein Jahr später, auf die Idee, dass ein solches Buchprojekt nicht einmalig bleiben muss, sondern dass wir, Sie und ich gemeinsam, dazu in der Lage sind, weiterzuhelfen. Und dass wir es noch einmal schaffen könnten, uns zusammenzufinden, um Hand in Hand denen zu helfen, die hilflos sind. Und so folgten unsere gemeinsamen Buchprojekte „Morgenwind“, „Im Auftrag des Himmels“ und „Mitleid ist nicht genug“.
Fünf Jahre, liebe Leserinnen und Leser, haben wir es nunmehr geschafft, uns auf diese Weise nicht aus den Augen zu verlieren. Wir haben es geschafft, Jahr für Jahr an einer Gemeinschaft festzuhalten, die zueinander steht und fest zusammenhält, wenn es darum geht, denen zu helfen, die unsere Hilfe brauchen.
Und so hoffe ich, dass Sie mir auch bei meinem neuen Projekt treu bleiben werden: „Jankers Versprechen“ ist der Titel meines neuen Buches. Ein Buch, dessen Anfang anmutet wie eine Fabel, wie ein Märchen aus der Tierwelt, das uns aber schon bald eine erschütternde Wahrheit vor Augen führt. Denn „Jankers Versprechen“ erzählt nicht nur die Geschichte des jungen Fuchses Janker, der im Frieden seines Landes geboren wurde und sich auf den Weg in die Welt macht, um die Menschen kennen zu lernen, sondern auch die Geschichte abertausender Füchse, die genau wie Janker und seine Freunde jeden Tag, jede Stunde und jede Minute erfahren müssen, dass das „Gesetz der Feindschaft“ noch immer bittere Realität ist.

Liebe Leserinnen und Leser, vielleicht fragen Sie sich, warum ich dieses Mal ein Buch über Füchse geschrieben habe. Ich möchte Ihnen an dieser Stelle keine Antwort darauf geben. Aber wenn Sie die Geschichte meines kleinen Helden Janker gelesen haben, werden Sie wissen, warum ich sie aufgeschrieben habe. Und Sie werden verstehen, warum Jankers Geschichte meine ganz persönliche Geschichte ist. Vielleicht wird es Ihnen am Ende sogar genauso gehen wie mir, und Sie haben Ihr Herz verloren, an diese wundervollen, hochintelligenten Geschöpfe.

Liebe Leserinnen und Leser, selbstverständlich wird der gesamte Erlös des neuen Buches wieder in den geplanten Bau des neuen Katzenhauses fließen, für das wir seit einigen Jahren gemeinsam kämpfen. Leider mussten wir inzwischen ernüchtert akzeptieren, dass alles seine Zeit braucht, angefangen von der Standortwahl über den endgültigen Entwurf bis hin zur vorläufigen Baugenehmigung. Das alles ist mittlerweile geklärt, und auf dem Sonderkonto, auf dem alle für das Katzenhaus zweckgebundenen Spenden eingezahlt werden, ruht auch bereits eine beachtliche Summe. Für einen Hausbau aber reicht sie noch nicht aus. Und wir werden mit dem Bau erst beginnen, wenn die Bausumme entweder finanziell oder aber auch durch Materialspenden abgedeckt ist. Wir möchten auf keinen Fall mit den momentan vorhandenen Mitteln starten, und dann, mit Blick auf die wirtschaftliche Lage, einen Einbruch verzeichnen und schließlich vor Ihnen eine Bauruine verantworten müssen.
Wir sind also weiterhin auf Ihre Hilfe angewiesen, um unser Ziel zu erreichen. Und darum bitte ich Sie auch in meinem diesjährigen Brief: Helfen Sie mir noch einmal, denen zu helfen, die unsere Hilfe brauchen! Helfen Sie mir durch den Kauf meines neuen Buches, das Projekt „Neues Katzenhaus“ verwirklichen zu können! Ich bin sicher, gemeinsam werden wir es schaffen. Denn auch wenn wir akzeptieren mussten, dass alles eine Frage der Zeit ist, so haben wir auch gelernt, dass es nicht weniger eine Frage unserer Verbundenheit ist.

Ich bedanke mich für Ihre Unterstützung und das Vertrauen, das Sie mir in den letzten fünf Jahren entgegen gebracht haben.

Ihre Beate Rost


H E R B S T B R I E F   2 0 0 8 

Liebe Leserinnen, liebe Leser, liebe Freunde des Tierheims Paderborn!
Es ist mittlerweile schon fast zu einer kleinen Tradition geworden, dass ich Ihnen einmal im Jahr einen Brief schreibe, in dem ich Ihnen von den Ereignissen der vergangenen Monate und meinen Hoffnungen für die Zukunft erzähle.
Seit nunmehr vier Jahren arbeiten wir jetzt gemeinsam an der Verwirklichung eines Projektes, das sowohl von uns als auch von den Tierschützern vor Ort in Paderborn eine Menge Durchhaltekraft und Ausdauer verlangt: Das Projekt „Neues Katzenhaus“ im Tierheim Paderborn.
Da viele von Ihnen bislang nicht die Möglichkeit hatten, den Verlauf der bisherigen Bemühungen bezüglich des Neubaus verfolgen zu können, möchte ich Ihnen zunächst in einer kurzen Zusammenfassung schildern, wie beschwerlich es sein kann, ein Zuhause für diejenigen bauen zu wollen, die keines mehr haben:
Nachdem im Jahr 2006 ein optimaler Platz für ein neues Katzenhaus auf dem Gelände des Tierheims gefunden zu sein schien, erstellten zwei Baufirmen erste Kalkulationen. Diese beliefen sich auf circa 50.000 Euro. Der Vorstand wurde darauf hingewiesen, dass zur genauen Planung aber die Kanal- und Leitungspläne des Geländes benötigt werden. Nach mehreren Monaten teilte die Stadt Paderborn mit, dass es keine Pläne von den alten, ehemals städtischen Kläranlagen, die seinerzeit zum Tierheim umfunktioniert wurden, gäbe. Der Vorstand veranlasste daraufhin, dass der Grund und die Kanalleitungen vor Ort geprüft wurden, mit dem enttäuschenden Ergebnis: Das Haus kann an der geplanten Stelle nicht errichtet werden, da die Zufahrt über marode Kanalsysteme führt. Das Risiko der späteren Einsturzgefahr sei zu groß.
Die Suche nach Alternativen begann. Man fand einen neuen möglichen Standort in Form eines Anbaues rechts neben dem Haupthaus. Allerdings waren dort nur noch 4 m eigenes Grundstück verfügbar, sodass für das Außengehege ein Teil des benachbarten Waldes hätte dazu genommen werden müssen.
Der Vorstand erkundigte sich bei der Stadt Paderborn, ob für den geplanten neuen Standort überhaupt mit einer Baugenehmigung gerechnet werden könne. Die Antwort versprach Hoffnung: Es hieß, es spräche grundsätzlich nichts dagegen.
Ein Architekt plante daraufhin ehrenamtlich das Katzenhaus entsprechend des neuen Standortes um. Einige Monate später war die Zeichnung und die darauf aufbauende neue Kalkulation fertig. Durch bauliche Auflagen, wie zum Beispiel die Anpassung an die Firsthöhe des bereits bestehenden Hauses, belief sich die Kalkulation nun auf das doppelte. Der Vorstand sprach daraufhin mehrere Großunternehmen zwecks Materialspenden an. Leider ohne durchschlagenden Erfolg. Es folgten weitere Gespräche mit der Stadt Paderborn, die uns schließlich mitteilte, den geplanten Neubau vorerst nicht bezuschussen zu können. Auch eine Baugenehmigung könne erst erteilt werden, wenn der größte Teil der erforderlichen Bausumme vom Tierschutzverein selbst aufgebracht werden könne. Zwischenzeitlich musste wegen absoluter Überbelegung des alten Katzenhauses zweimal ein absoluter Aufnahmestop erteilt werden. Im Januar 2008 galt ein großer Teil des alten Katzenhauses als einsturzgefährdet. Der Vorstand versuchte in seiner Not erneut der Stadt Paderborn klar zu machen, dass der Katzenhausneubau umgehend und ohne Verzögerung erforderlich sei, um die Aufnahme der ständig wachsenden Zahl von Katzen bewältigen zu können. Bis heute ohne Ergebnis.

Liebe Leserinnen und Leser, für uns bedeutet das, dass wir es allein schaffen müssen. Dass wir allein eine Summe aufbringen müssen, die uns bei dem vorhandenen Budget fast utopisch erscheint. Trotzdem denke ich, dass wir uns durch keine Hürde und durch kein Hindernis aufhalten lassen dürfen. Wir brauchen eine dauerhafte Lösung für unsere Katzen. Ein einsturzgefährdetes, zugiges Holzhaus kann diese Lösung nicht sein.
Wir haben vor vier Jahren gemeinsam ein Tierschutzprojekt geschaffen, in dem sich Fremde zu Freunden zusammen gefunden haben, um ein gemeinsames Ziel zu verfolgen: Denen zu helfen, die hilflos sind, den Tieren im Tierheim Paderborn. Ich wünsche mir sehr, dass wir dieses Ziel auch weiterhin gemeinsam verfolgen. Wir dürfen nicht aufgeben. Auch dann nicht, wenn unser Projekt sich weder heute noch morgen realisieren lässt, und mit einem Baubeginn voraussichtlich erst im Jahr 2010 zu rechnen ist. Wir müssen versuchen, die erforderliche Summe für das dringend benötigte neue Katzenhaus aufzubringen. Selbstverständlich ruht auf einem Sonderkonto bereits zweckgebunden eine ansehnliche Summe, die zum großen Teil durch Ihre Hilfe zusammengetragen werden konnte, aber für eine Alleinfinanzierung reicht sie noch nicht aus.
Lassen Sie uns der Stadt Paderborn zeigen, dass es Menschen gibt, die sich nicht aufhalten lassen, die sich einsetzen und sich stark machen und die mehr tun, als nur Mitleid zu zeigen.
Liebe Leserinnen und Leser, ich möchte Ihnen an dieser Stelle nun mein neues Buch vorstellen, dessen Erlös wieder zu 100% in den Bau des geplanten Katzenhauses fließen wird:
„Mitleid ist nicht genug!“, ist der Titel dieses neuen Buches, in dem ich dazu auffordere, hinzusehen, das Schweigen zu brechen und sich einzumischen, wenn das Unrecht gegenüber unseren Tieren offensichtlich wird.
Anhand vielschichtiger Gedanken, Informationen und Erzählungen versuche ich den Leser aus seiner sicheren Distanz zu locken, ihn als Beobachter mitten in die Welt zu holen, die es zu verändern gilt.
Nehmen Sie meine Einladung an, mit mir einen ganzen Tag in einem Tierheim zu verbringen oder einen Vormittag auf dem Berliner Gendarmenmarkt, um sich ein Bild vom armseligen Leben der Stadttauben zu machen. Schauen Sie gemeinsam mit mir hinter die Kulissen der farbenprächtigen Zirkuswelt. Lernen Sie Aron, Käthe und Jimmy kennen, drei Hunde, die skrupellos in einer Tierarztpraxis entsorgt werden sollten. Und fiebern Sie mit, wenn 32 Welpen aus den Händen eines gewissenlosen Massenzüchters befreit und in Sicherheit gebracht werden müssen.

Lassen Sie sich noch einmal überzeugen, mehr zu tun, als nur Mitleid zu zeigen und bleiben Sie Teil einer Gemeinschaft, die sich aktiv für den Schutz und die Rechte unserer Tiere einsetzt. Helfen Sie mir durch den Kauf dieses Buches, das Projekt „Neues Katzenhaus“ zu verwirklichen! Gemeinsam können wir es schaffen!

Für Ihr Vertrauen und Ihre langjährige Unterstützung danke ich Ihnen von ganzem Herzen.

Ihre Beate Rost



Wenn Sie das Projekt „Neues Katzenhaus“ über den Kauf des Buches hinaus unterstützen wollen, wäre ich Ihnen sehr dankbar, wenn Sie Ihre Spende auf mein Tierschutzkonto (Beate Rost, Konto: 3350147 / BLZ: 10070024 Deutsche Bank) mit dem Verwendungszweck Katzenhaus überweisen würden.
Bitte denken Sie daran, dass jeder einzelne Euro zählt!


H E R B S T B R I E F   2 0 0 7 

Liebe Leserinnen, liebe Leser, liebe Freunde des Tierheims Paderborn!
In diesem Jahr schreibe ich Ihnen zu einer ungewohnten Zeit. Der Herbst hat gerade erst Einzug gehalten, und niemand von uns denkt schon jetzt an Weihnachten und an die damit verbundenen langen, kalten Winterabende. Dennoch möchte ich Sie schon heute mit meiner neuen Winter-Geschichte auf Schneestürme, frostige Temperaturen und auf die ersten Abende bei Kerzenlicht und wärmendem Tee einstimmen.

„Im Auftrag des Himmels – oder: Wie sehen eigentlich Engel aus?“ ist der Titel dieser neuen Geschichte, mit der ich Sie in den tiefen Winter Nordhessens, auf den Rosenhof, einladen möchte. Folgen Sie dort den „Helden“ meiner Erzählung, dem Landtierarzt Hannes Petersen und seinem Freund Jochen Matthiesen, um gemeinsam mit ihnen eine Geschichte zu erleben, die nicht nur von einem außergewöhnlichen Hund erzählt, sondern auch von einer großen Liebe und von der Notwendigkeit, im entscheidenden Moment sein Herz zu öffnen, um erkennen zu können, dass die Wegweiser des Lebens nicht immer von uns selbst aufgestellt werden.„Im Auftrag des Himmels“ präsentiert sich in einer gebundenen Hardcover-Ausgabe, die sich genauso gut zum Selbstlesen, wie auch als Geschenk an Freunde eignet. Und als Weihnachtsgeschenk ist sie geradezu ideal. Aber vor allem würden Sie mit dem Kauf dieses neuen Buches wieder große Hilfe leisten. Denn der Erlös wird vollständig in den Bau des geplanten Katzenhauses im Tierheim Paderborn fließen, das mittlerweile mehr als dringend erforderlich ist.

In meinem letzten Brief erzählte ich Ihnen von dem alten, maroden Katzenhaus. Ich hatte damals gerade einen ganzen Tag lang in diesem viel zu kleinen, zugigen und morschen Holzhaus inmitten seiner Bewohner verbracht. Als ich dann am Abend zurück nach Berlin fuhr, hatte ich nur noch einen Gedanken: Ich musste etwas tun, mir etwas einfallen lassen – ich musste helfen. Allein aber war mir das nicht möglich. Und so bat ich Sie, liebe Leserinnen und Leser, vor fast einem Jahr um Ihre Unter-stützung. - Ich erfuhr eine unerwartete Resonanz, eine Hilfsbereitschaft, auf die ich nie zu hoffen gewagt hätte, und mit der Sie bewiesen haben, dass wir nicht nur ein Leserkreis sind, sondern Tierschützer, die bereit sind zu helfen, wenn Hilfe erforderlich ist.
Das Projekt „Neues Katzenhaus“ war geschaffen!
Aber ein Projekt wie dieses ist auch in der langjährigen Paderborner Tierheimgeschichte eine Premiere. Der Kostenvoranschlag für ein massives Stein-auf-Stein Haus mit sinnvoll durchdachten Unter-bringungsmöglichkeiten und einem überdachten Außengehege beläuft sich auf eine Summe, die für den Tierschutzverein nur schwer aufzubringen ist. Die Hälfte dieser erforderlichen Summe, die nicht zuletzt durch Sie, liebe Leserinnen und Leser, zusammen gekommen ist, ruht bereits zweckgebunden auf einem Sonderkonto. Baubeginn wird aber erst dann sein, wenn sicher gestellt ist, dass das Haus komplett bezahlt werden kann. Die Gefahr, dass Spendengelder schlussendlich in einer Bauruine stecken, die wegen Geldmangels nicht zu Ende gebaut werden kann, wäre zu groß. Und dieses Risiko einzugehen, wäre Ihnen und allen anderen Spender/Innen gegenüber verantwortungslos.

Es wird also voraussichtlich noch ein weiteres Jahr dauern, bis der erste Spatenstich gesetzt werden kann. Ein weiteres Jahr, in dem wir tagein, tagaus die schmerzliche Erfahrung machen müssen, mit dem alten, maroden Holzhaus an die Grenzen unserer Möglichkeiten zu stoßen. Denn die Zahl der Katzen, die im Tierheim abgegeben werden, erhöht sich zurzeit täglich. Seit Anfang Mai wurden weit über 200 Katzen aufgenommen – ein trauriger Rekord. Viele der Neuankömmlinge waren trächtig – sodass auch die Zahl der Babys zeitweise auf über 80 anstieg. Zweimal musste in diesem Jahr bereits ein absoluter Aufnahmestopp verhängt werden. Durch die Überbelegung des viel zu kleinen Holzhauses kam unweigerlich Stress unter den Tieren auf, und Krankheiten wie Schnupfen oder Durchfall waren an der Tagesordnung.
Ein Zustand, von dem ich mir im August dieses Jahres selbst ein Bild gemacht habe. Hilflos stand ich mitten im Gedränge: Muttertiere - ausgemergelt und selbst kaum ein Jahr alt - abgegeben mitsamt ihren Würfen, Fundkatzen, die wahrscheinlich zur Urlaubszeit überflüssig geworden waren, Abgabekatzen wegen Allergie, Trennung und Wohnungswechsel, alte und junge Katzen, aber vor allem unzählige Babys.

Ganze Würfe, die ohne ihre Mütter abgegeben oder gefunden wurden. Zusammengekauert saßen sie da und sahen mich aus ihren großen, unschuldigen Augen an. Unzählige kleine Leben, die ein Recht auf eine Zukunft haben.

Und darum, liebe Leserinnen und Leser, hoffe ich, dass ich noch einmal auf Sie zählen darf! Helfen Sie uns durch den Kauf meines neuen Buches, den Bau des neues Katzenhauses baldmöglichst in Angriff nehmen zu können.

Ich bedanke mich für Ihr Vertrauen, Ihre Anerkennung und Ihre Hilfe und wünsche Ihnen allen einen sonnigen Herbst, bunte Spaziergänge und gemütliche Abende bei Kerzenlicht und wärmendem Tee.

Es ist ein gutes Gefühl, einen Weg nicht allein gehen zu müssen.

Ihre Beate Rost


W E I H N A C H T S B R I E F   2 0 0 6 

Liebe Leserinnen und Leser, liebe Freunde des Tierheims Paderborn!

Das Jahr geht zu Ende, und es ist an der Zeit, mich bei Ihnen zu bedanken:
Für die Hilfe und das Vertrauen, auf das ich uneingeschränkt auch in diesem Jahr wieder zählen durfte. Für die vielen, lieben Briefe, die Sie mir seit Erscheinen meines zweiten Buches „Morgenwind“ Anfang des Jahres geschickt haben und in denen Sie mir Ihre Anerkennung und Wertschätzung schenkten. Und nicht zuletzt für den Erfolg meiner Bücher „Endstation Hoffnung“ und „Morgenwind“, die beide nur durch Sie zu dem werden konnten, was sie heute sind: Tierschutzprojekte, die helfen und aufmerksam machen.

Ich danke Ihnen allen für diese Allianz der Hoffnung und Zuversicht.

Das Jahr geht zu Ende. Zurück lässt es die vielen kleinen und großen Geschichten, die unser Leben im Tierschutz bereichern, die uns aber auch so manches Mal entmutigen und traurig machen. Es sind Geschichten, in denen Entsetzen und Freude sich abwechseln, sich Resignation und Hoffnung miteinander verweben, in denen traurige von wunderschönen Momenten abgelöst werden und hin und wieder sogar Tränen des Glücks hervorrufen.

Im Tierheim Paderborn müssen die Mitarbeiter nicht nur mit dieser Flut von Gefühlen zurecht kommen, sondern sich zusätzlich tagein, tagaus auch mit den belastenden Existenznöten auseinandersetzen.

Liebe Leserinnen und Leser, Sie haben mich in Ihren Briefen oft gefragt, ob sich die damaligen „Ängste vor dem Aus“ im Paderborner Tierheim mittlerweile gelegt haben.

Entspannt hat sich die Situation durchaus. Die Mannschaft des Paderborner Tierheims hat sich und uns in den letzten beiden Jahren bewiesen, dass es zu schaffen ist, wenn man zusammen hält. Trotzdem wird es weiterhin ein ständiger Kampf ums Überleben bleiben. Ein Ausruhen wird es im Tierheim Paderborn wohl noch lange nicht geben. Täglich steht das Team erneut vor alten Problemen, vor längst bekannten Sorgen und scheinbar unlösbaren Aufgaben. Eine der größten momentanen Sorgen ist das 16 Jahre alte und mittlerweile viel zu klein gewordene Katzenhaus. Das Holz ist durch Witterungseinflüsse und tägliche Reinigung marode geworden. Die mühseligen Ausbesserungsarbeiten verlieren mehr und mehr den Sinn. Aber die Kosten für ein neues Katzenhaus übersteigen natürlich das vorhandene Budget, das gerade einmal die laufenden Kosten für Futter, Personal und Tierarzt decken kann.

Ich habe mir dieses alte Haus angesehen. Einen ganzen Tag lang habe ich mich inmitten seiner Bewohner aufgehalten.
Ich habe Iffi, den grauen Kater kennen gelernt, der zurückhaltend und scheu im Hintergrund saß und gegen seine verschmuste Konkurrenz keine Chance hatte. Und die Katze Ophelia, die in einem so schlechten Gesundheitszustand im Tierheim abgegeben wurde, dass sie viele Wochen auf der Krankenstation verbringen musste. Und Süzette, die von ihren Besitzern nach einem Umzug schlicht und einfach in der Wohnung zurückgelassen wurde und nun die Welt nicht mehr versteht. Ich habe Franzi kennen gelernt, die sich in den kleinen Räumen und inmitten all der anderen Katzen einfach nicht einleben kann und nur angespannt dasitzt. Und Maxima, die kleine schwarz-weiße Katze mit den bernsteinfarbenen Augen, die sich nicht nur den Platz in meinem Arm, sondern auch in meinem Herzen gleich in den ersten Minuten meiner Anwesenheit erobert hatte.

Einen ganzen Tag lang war ich in ihrer Mitte. Ich habe gefüttert, gestreichelt, gespielt, geschmust und lieb gewonnen. Können Sie sich vorstellen, mit welchem Gefühl ich sie am Abend zurückgelassen habe? In diesem alten Holzhaus, das im Laufe der Jahre morsch, zugig und viel zu klein geworden ist? Es war dieses Gefühl, etwas tun zu müssen, sich etwas einfallen lassen zu müssen, helfen zu müssen.

Ich habe lange überlegt, ob es uns, liebe Leserinnen und Leser, gemeinsam möglich ist, zu helfen. Vielleicht könnten Sie bei der Auswahl Ihrer Weihnachtsgeschenke an unseren „Morgenwind“ denken. Der Reinerlös wird gezielt zu 100% für das Projekt: „Neues Katzenhaus“ eingesetzt. Mit dem Kauf des Buches helfen Sie, das dringend erforderliche neue Katzenhaus zu bauen und gleichzeitig können Sie einem lieben Menschen eine Freude machen.
Vielleicht wäre es uns allen aber auch möglich, einmal für uns zu prüfen, ob nicht eine zusätzliche Spende im Rahmen der eigenen finanziellen Gegebenheiten machbar wäre. Ich bin mir durchaus bewusst, dass Spendenaufrufe mittlerweile fast zum Alltag gehören. Aber ich bin auch davon überzeugt, dass unsere Lesergemeinschaft die Notwendigkeit dieser Überlegung erkennt. Gemeinsam könnten wir dem Paderborner Tierheim unter die Arme greifen und gemeinsam könnten wir zeigen, dass wir uns nicht nur als Leserkreis zusammen gefunden haben, sondern als Tierschützer, die bereit sind zu helfen, wenn Hilfe erforderlich wird.

Und als Erinnerung an unsere gemeinsame Zeit werden wir dann irgendwann auf einer Namenstafel im neuen Katzenhaus lesen:

„Danke den Leserinnen und Lesern des Buches Morgenwind“.

Nun wünsche ich Ihnen allen eine gemütliche Adventszeit, ein besinnliches Weihnachtsfest und ein erfülltes, glückliches Jahr 2007.

Ihre Beate Rost

Wenn Sie das Projekt „Neues Katzenhaus“ unterstützen wollen, wäre ich Ihnen sehr dankbar, wenn Sie Ihre Spende auf das von mir eröffnete Tierschutzkonto (Beate Rost, Konto: 3350147 /BLZ: 10070024 Deutsche Bank) mit dem Verwendungszweck Katzenhaus überweisen würden.

Jeder Euro zählt!


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Liebe Leserinnen und Leser meines Buches „Endstation Hoffnung“, liebe Freunde des Tierheims Paderborn,

vor einiger Zeit las ich in einem Tierheim-Magazin einen kleinen Artikel mit der Überschrift „Ängste sind heilbar, mit Freunden an seiner Seite“. Gemeint waren die Ängste des Paderborner Tierheims. Die Ängste vor dem Aus. Die finanzielle Misere des Tierheims sprengte zu diesem Zeitpunkt jeglichen Rahmen. Die Rechnungen stapelten sich. Die Situation glich einer Katastrophe.
Ich las in diesem Artikel über mein Buch „Endstation Hoffnung“. Es hieß, dass es mehr erreicht habe, als dem Tierheim eine finanzielle Linderung zu schaffen, nämlich dass es aufmerksam gemacht und die Herzen der Leser erreicht hat. Durch „Endstation Hoffnung“ hätten die Menschen vom Tierheim Paderborn erfahren, sich erkundigt, Interesse gezeigt. Sie wollten helfen, weit über den Kauf des Buches hinaus. Zusätzliche Spenden gingen ein, ja sogar Patenschaften wurden übernommen.

Dann las ich den letzten Satz dieses Artikels:
Beate Rost hat mit ihrem Buch ein Tierschutzprojekt geschaffen, in dem sich Fremde zu Freunden zusammenfanden, um ein gemeinsames Ziel zu verfolgen: Denen zu helfen, die hilflos sind.
Diesen Satz musste ich mehrmals lesen. Ich dachte an die vielen Zuschriften, die ich von Ihnen, meine lieben Leser und Leserinnen im letzten Jahr bekommen hatte, an die große positive Resonanz, die mich in meiner Arbeit immer wieder bestärkt und motiviert hat, und nicht zuletzt an die zahlreichen Anfragen nach einer Fortsetzung meines Buches. In diesem Moment kam mir der Gedanke, dass ein solches Projekt nicht einmalig bleiben muss, sondern dass wir gemeinsam, Sie und ich, dazu in der Lage sind, weiter zu helfen. Und dass wir es noch einmal schaffen könnten, uns zusammenzufinden, um Hand in Hand denen zu helfen, die Hilfe brauchen: den Tieren im Paderborner Tierheim.Der erste Schritt unseres neuen Projektes ist nun abgeschlossen.

Im November 2005 ist mein Buch „Morgenwind“ erschienen. Den Titel habe ich ganz bewusst ausgewählt. Er soll für Neuanfang und Aufbruch stehen. Unter dieses Motto habe ich auch die fünf Geschichten meines neuen Buches gestellt, in denen ich unter anderem aus dem Leben der Beaglehündin Juli erzähle, die in einer Versuchstierzucht geboren wurde, deren Bestimmung aber eine ganz andere war, als im Dienste des Menschen zu sterben. Die Geschichte des Jagdhundes Timmy und der seines Retters, des alten Försters Erich von Bergen, zeigt, wie wir Menschen nicht nur mit den Tieren, sondern auch miteinander umgehen: Herzlos, gedankenlos, grausam. Und gemeinsam mit Iras, einem alten, weisen Schäferhund, der die Taten der Menschen in das große Buch der Abrechnung einträgt, bitte ich den Leser, mich in eine Welt zu begleiten, über die es nachzudenken gilt, solange die Zeit dafür noch bleibt.

Wenn Sie möchten, dann folgen Sie Juli, Timmy, Fussel und all den anderen ein Stück ihres Weges. Nehmen Sie Anteil an ihrem Aufbruch in ein neues Leben. Und lassen Sie sich trösten von der Erkenntnis, dass Tierschutz allen Widerständen zum Trotz immer ein Weg der Hoffnung sein wird.

Helfen Sie mir noch einmal, denen zu helfen, die hilflos sind: Den Tieren im Paderborner Tierheim!
Machen Sie gemeinsam mit mir den zweiten Schritt, damit auch „Morgenwind“ zu einem wirklich helfenden Tierschutzprojekt wird
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Ihre Beate Rost