Beate Rost, Jahrgang 1965

Ü B E R   M I C H 

Das Wohl der Tiere gehört zu meinem Lebensinhalt.
Richtungweisend war für mich vor über zwanzig Jahren das Tierheim Paderborn. Es stellte die Weichen für meinen weiteren Lebensweg.
Als ich dann das Angebot bekam, die Tierheimleitung zu übernehmen, wusste ich, wohin ich gehörte.
Das ist bis heute so geblieben. Denn obgleich ich seit 1992 in Berlin lebe, mich wohl und zuhause fühle, gehört mein Herz doch immer noch dem kleinen Tierheim von damals.
Natürlich hat sich das Tierheim in Paderborn in all den Jahren verändert und vergrößert. Auch die Mannschaft des Tierheimes ist längst eine andere.
Aber eines ist uns allen geblieben:

Das Füreinander auch in den schwersten Zeiten nicht aus den Augen zu verlieren.

Im Frühjahr 2004 erfuhr ich, dass „mein“ Tierheim unverschuldet in eine schwierige, finanzielle Misere geraten war. Es fehlte das Geld, um das tägliche Brot der Tiere zu sichern.
Ich wollte helfen, das stand sofort fest. Und ich kehrte, mit einer bis dahin noch unausgereiften Idee, zu meinen Wurzeln zurück.

Ich schrieb Erlebtes und Erfahrenes über Leid, Rettung und Neubeginn meiner Schützlinge auf.

Und ich veröffentlichte diese Geschichten in meinen ersten beiden Büchern unter dem Titel „Endstation Hoffnung“ und „Morgenwind“, ohne auch nur zu ahnen, dass daraus tatsächlich Tierschutzprojekte entstehen würden, die in diesem Maße aufmerksam machen und helfen.

So führte mich also mein Weg zum zweiten Mal ins Tierheim Paderborn.

Und wieder hat es mir für meinen weiteren Lebensweg etwas ganz Entscheidendes mitgegeben:

Siegfried Lenz hat einmal gesagt: „Wer zu handeln versäumt, ist noch keineswegs frei von Schuld.“

Ich könnte es wohl kaum besser erklären.